Der Saisonstart der Südstaffel der 3. Liga begann gleich mit einer Hängepartie – Das prestigeträchtige Duell zwischen Pfullingen und Neuhausen /Erms wurde fast sofort nach Bekanntwerden des Spielplans auf den 1. Dezember verlegt. Dafür gab es aber auch schon die ersten Überraschungen, ansonsten nur eine Reihe äußerst knapper Spielausgänge. Beides wohl schon wieder ein Beleg für die oft zitierte Ausgeglichenheit innerhalb dieser Staffel.

TSB Horkheim – TSG Haßloch 24:26

Dass Vizemeister und Aufstiegs-Relegations-Teilnehmer Horkheim den Pfälzern unterliegen würde, hatte wohl nicht jeder auf der Rechnung. TSB-Trainer Jochen Zürn sah sein runderneuertes Team im Vorfeld als ein Kandidat für das obere Drittel. Doch er gestand auch ein, dass seine Jungs zu viele Bälle versemmelt hätten und auch im technischen Bereich nicht immer sattelfest gewesen wären.

TGS Pforzheim – SV Kornwestheim 27:32 (14:12)

Als Überraschung Nummer 2 dürfte der Sieg des Aufsteigers beim der hochgewetteten TGS angesehen werden. Auf und Ab bei den Hausherren, erst den Start verpennt (0:4, 2:7), dann geführt und am Ende wieder eingebrochen. Mit ein Grund vielleicht die frühe (7.) Verletzung von Linkshänder Filip Prsa sowie fehlende Breite und Tiefe im Kader.

TuS Dansenberg – HC Oppenweiler/Backnang  25:24 (9:13)

Auch die pfälzischen Neulinge von Dansenberg trugen einen engen Sieg davon. Bei Horkheims Trainer Jochen Zürn stehen sie gar mit als Titelanwärter auf dem Zettel. Doch es gab reichlich Ärger um dieses Ergebnis. Das SIS-Protokoll endet nach 46 Minuten bei 19:20 und außerdem fühlte sich der Gast um einen Treffer betrogen, reklamierte seinerseits mindestens ein Auswärtsremis für sich. Ein Wurf von Chris Hellerich sei unter dem Tornetz durchgerutscht wurde nicht als Treffer anerkannt.

SG Nußloch – TV Hochdorf 32:26 (15:17)

Keine Blöße im Ergebnis hingegen gab sich der amtierende Südstaffel-Meister. Doch bis zum 10:17 (26.) führte der Außenseiter, bevor der Favorit das Blatt über 19:19 (37.) allmählich wendete. Für TVH-Trainer Stefan Bullacher war der Auftakt seiner Jungs schlicht „sensationell“, während SGN-Coach Chris Job Festhielt, dass sein Team zunächst nicht wiedererkannt hätte.

HG Oftersheim/Schwetzingen – HBW Balingen-Weilstetten II 24:23 (11:11)

In einer „Partie auf Augenhöhe“ (HBW-Coach André Doster) „wäre ein Remis wohl gerecht gewesen“. Kein Team setzte sich ab, die Entscheidung fiel erst in den letzten 100 Sekunden zugunsten der Heimtruppe. Vom Niveau her bescheinigten Doster und HG-Trainer Holger Löhr mit Ausnahme ihrer Torleute den Spielern einen eher mäßigen Auftritt mit vielen Fehlern.

SG Köndringen/Teningen – TuS Fürstenfeldbruck 30:29 (15:14)

Es war ein ebenfalls hartumkämpftes, durchgängig enges Spiel bei wechselnden Führungen. Der siegreiche Trainer Ole Andersen attestierte seinem Team, mit viel Herz aufgetreten zu sein. Sein Gegenüber Martin Wild hingegen hätte besonders in der Defensive die nötige Aggressivität vermisst. Er hält den Gastgeber für eine Mannschaft, die „wir normalerweise drauf haben“, lässt er sich in der Süddeutschen Zeitung zitieren. „Vermeidbar und unnötig“, nannte er die Niederlage gegenüber dem Fürstenfeldbrucker Tagblatt.

SG Kronau/Östringen II – TSV Neuhausen  31:31 (15:13)

Das war dann wohl die knappste aller Nummern, letztlich wurde kein Sieger gefunden. Die obligatorische Frage nach gewonnenem oder verlorenem Punkt lässt sich schwer beantworten. 19:14 (34.) führte der Gastgeber, bei 27:30 (54.) sah er schon wie der sichere Verlierer aus. Doch die SG kam zurück, erzielte das 31:30, musste aber noch den Gleichstand hinnehmen, womit letztlich beide Seiten leben konnten, aber auch ein bisschen mit sich haderten. mj