Gleich mit der ersten Auswärtsfahrt bringen die Drittliga-Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen die längste Saisonreise (320 Kilometer einfach) hinter sich. Es geht zum TuS Fürstenfeldbruck (Samstag, 19.30 Uhr) in den Dunstkreis von München.

Dort durfte es für die Gäste ein raues Pflaster werden, 700 bis 1000 Zuschauer werden in der ganz aktuell mit brandneuer Beleuchtung ausgestatteten Wittelsbacher-Halle erwartet. „Das zahlreiche und laute Publikum ist natürlich eine unserer großen Stärken. Dafür sind wir mittlerweile auch ligaweit bekannt“, setzt TuS-Trainer Martin Wild auf den eigenen Anhang. Und sein Team wird darauf brennen, zu gewinnen, um die vermeintliche Schmach der wohl nicht einkalkulierten Niederlage bei der SG Köndringen/Teningen auszumerzen. Dafür forderte Wild seine Mannen auf, mehr Aggressivität in der Deckung zu zeigen, im Südbadischen habe ihm seine Truppe zu brav gespielt, auch die Torhüter bekamen ihr Fett weg. „Wir haben das Spiel des Gegners nicht genug unterbunden“, und so die „vermeidbare“ Niederlage kassiert.

Die HGler dürfen sich also auf einiges gefasst machen, sollten sich nicht auf ihrem Auftakterfolg gegen Balingen-Weilstetten II ausruhen, zumal hier ihr Coach Holger Löhr ja noch etliches an Verbesserungspotenzial ausgemacht hatte. So blickt er auch voraus: „Wir fahren da nicht als Favorit hin, sondern mit viel Respekt, aber auch mit einem guten Gefühl nach unserem Auftakterfolg.“ Intensiv hat er sich mit seinen Jungs auf die Partie vorbereitet: „Nach der Analyse hat sich gezeigt, dass uns dort ein Team mit körperlichen Vorteilen erwartet. Es ist eine robuste, massive Mannschaft, die sehr gut in der 3:2:1-Deckung steht, aber auch variabel eine 6:0 anbietet.“ Den Fürstenfeldbrucker Angriffsstil beschreibt er als flexibel und dynamisch.

Auch am bayrischen Flüßchen Amper wird wie andernorts ein eher ausgeglichenes, enges Mittelfeld im Saisonverlauf erwartet, die Spielklasse stärker als  im Vorjahr eingeschätzt. Wild sieht den TSB Horkheim und die SG Nußloch erneut ganz vorne, hinzu zählt er Absteiger Neuhausen/Erms aber auch die Aufsteiger Dansenberg und Kornwestheim zum erweiterten Favoritenkreis. Mit letzterer Einschätzung ist er nicht alleine. Die Neulinge stehen auch bei anderen Kennern der Szene mit auf dem Zettel. Kein Wunder, dass dann ein Großteil der 16 Süd-Vereine primär den Klassenerhalt, das Wegbleiben von den Abstiegsrängen, als Zielvorgabe genannt hat. Einzig Pforzheim, sowie Meister SGN und sein Vize TSB lehnen sich etwas weiter aus dem Fenster mit ihren Aussagen und Absichtserklärungen.

An der Aufstellung wird sich bei den Kurpfälzern wohl wenig ändern. Auch Marius Gabel könnte wieder im Tor beginnen, denn Daniel Unser hat seine Erkältung noch nicht so recht überwunden. Gabel selbst will sich zu seiner aktuellen Position als Nummer 1 im Kasten nicht groß äußern, er mache das, was seine Trainer ihm vorgeben und wolle sich immer möglichst gut präsentieren. mj