Auswärtsschwäche ausmerzen und schnell Klassenerhalt sichern

Während sich die „Erste“ und die A-Jugend handball-geographisch gesehen zu neuen Ufern aufmachen und teilweise unbekannte Regionen erkunden werden, bleibt für die „1b“ fast alles beim Altbewährten. Heddesheim ist mal wieder aufgestiegen, dafür kehrte Viernheim aus der Baden-Württemberg-Oberliga zurück. Das Zentrum des Geschehens in der Badenliga ist weiterhin überwiegend in der größtenteils kurpfälzischen Oberrhein-Region angesiedelt.

Wiesloch war in der Aufstiegsrelegation mehr oder weniger chancenlos und bleibt der Liga erhalten, das noch recht nahegelegene Eggenstein musste den Gang nach unten antreten. Manche hätten hier sicherlich allein aus fahrtechnischen Gründen gehofft, dass es Hardheim trifft, anderseits werden die Fahrten nach „Badisch-Sibirien“ gerne zu mannschaftsbildenden Maßnahmen genutzt. Auf jeden Fall sind auch noch Hockenheim und Reilingen mit seinem Spielgemeinschaftspartner St. Leon für die Derbys mit an Bord – wenn auch Letztere recht knapp. Aus der Verbandsliga hat sich mit Plankstadt ein ebenfalls lokaler Partner hinzugesellt. Und die HG II sitzt mitten drin. Dies bedeutet, die meisten Auswärts-Begegnungen (neun von fünfzehn) finden für den HG-Unterbau in einem Umkreis von weniger als 40 Kilometern Entfernung statt.

Erneut wird es darum gehen, den Klassenerhalt zu sichern, und wieder lautet die Vorgabe der Trainer, dies möglichst schnell und möglichst souverän zu bewerkstelligen. Dass dies zwar leicht ausgesprochen wird, aber in der Realität schwer erreichbar ist, zeigte nicht nur die vergangene Saison. Im Endeffekt waren es – im krassen Gegensatz zur ersten Mannschaft in der 3. Liga – die Heimerfolge, auf die das Team bauen durfte. Doch mehrfach, eigentlich anhaltend, rätselte Trainer Frederik Fehrenbach über die Auswärtsschwäche seiner Truppe (sechs erspielte Punkte). Selbst bei einigen Gegnern, die sich letztendlich nicht als besonders sattelfest erwiesen, tat sich die HG-1b schwer.

Dies soll sich nun ändern. Fehrenbach und sein „Co“ Christoph Lahme haben intensiv in der Vorbereitung an diesem Manko gearbeitet: „Natürlich ist unser Hauptaugenmerk, weiterhin junge Spieler an den Männer-Handball heranzuführen. Ein einstelliger Tabellenplatz ist mit dieser Mannschaft unser Mindestziel. Mit unserem talentierten Neuzugang, dem Linkshänder Jonas Krepper (HSG St. Leon/Reilingen), sowie dem jungen Torhüter Michael Hoppe von der TSG Friesenheim haben wir uns weiter verstärkt“, sieht das Trainer-Duo das Team schon mal gut gerüstet.

Dazu kommen als Rückkehrer aus der Schweiz der wurfgewaltige Thorsten Micke, von Hockenheim ist Marius Meyer wieder da und Lucas Gartner ist aus der „Ersten“ zurück. Ergänzt wird die Truppe durch drei letztjährige A-Jugendliche, David Hirsch, Rouven Gerischer, und Marvin Berlinghof, die schon Einsätze bei den Aktiven hatten. Auch der eine oder andere, der durch gute Leistungen in der „1b“ den Sprung in die „Erste“ geschafft hat, wird sicherlich ab und an „unten“ zum Einsatz kommen und hier Spielpraxis sammeln. Außerdem gibt es weiterhin eine eng verzahnte Zusammenarbeit mit der A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft. „Auch hier wird der eine oder andere Kandidat erste Einsatzzeiten erhalten und sich im Männerhandball beweisen dürfen“, verspricht Fehrenbach. Sie alle gruppieren sich um den Kern jener Akteure, die teilweise schon jahrelang das Gerüst diese Truppe bilden und sie zusammenhalten.