In der Mannschaft der HG Oftersheim/Schwetzingen, die heute Abend in der 3. Handball-Liga die TSB Heilbronn-Horkheim empfängt, steht eine ganze Reihe Akteure, die aus der eigenen Jugend stammt. Auf diesen Unterbau legt die HG auch in Zukunft großen Wert. Darüber haben wir uns mit den Jugendleitern Achim Grögeder und Markus Barthelmeß unterhalten.

Ihr habt euch entschlossen, auch weiterhin die Jugendleitung bei der HG zu bilden. Das ist doch sicher eine Mammutaufgabe, oder? Wie lässt sich das bewältigen?

Achim Grögeder: Um ein paar Zahlen zu nennen: Es sind etwa 300 Kinder und Jugendliche, die derzeit in 21 Teams spielen. Von den dreijährigen Bambini bis zu den 18-jährigen A-Jugendlichen ist das ein Riesending. Entsprechend groß ist der Aufwand, dies nicht nur zu verwalten, sondern mit Blick auf die Zukunft zu gestalten. Das war auch der Grund, warum wir unsicher waren, ob wir als Ehrenamtliche diese spannende Aufgabe weiterführen können. In vielen Gesprächen haben wir den Wunsch und den Willen gespürt, Lösungen herbeizuführen. Dies ist nun gelungen. Eine ganz wesentliche Rolle spielen dabei unsere Jugendkoordinatoren Uli Arda, Frank Sander, Jens Keller und Andreas Föhner. Ohne dieses tolle Team würde vieles nicht machbar sein.

 

Markus Barthelmeß: Die Aufgaben müssen auf mehrere Schultern verteilt werden. Ebenso haben wir unsere Aufgaben klarer zugeordnet. So wird Achim weiterhin für die breitere Öffentlichkeit – Schulen, Verbände, Vereine – der erste Ansprechpartner sein und mein Schwerpunkt wird mehr im sportlichen Bereich liegen.

Wie seid ihr mit der aktuellen Saison zufrieden?

Grögeder: Die aktuelle Saison läuft sehr gut. Wir sind im Plan. Laut unserer internen Statistik gewinnen wir 55 Prozent aller Jugendspiele. Damit kann man zufrieden sein. Wichtiger als die Statistik ist allerdings dass wir eine gute Entwicklung aller Spielerinnen und Spieler sehen. Denn das ist das übergeordnete Ziel: jede Spielerin und jeden Spieler besser zu machen.

Barthelmeß: Mit dem aktuellen Stand in den Ligen sind wir zufrieden, mit unserer männlichen C- und B-Jugend sind wir in der höchsten Spielklasse und unsere A-Jugend steht aktuell auf Platz 1 der Badenliga. Auch haben wir bereits Spielerinnen und Spieler in die aktiven Mannschaften integriert. Die weibliche Jugend hat sich mittlerweile in den Badenligen etabliert und steht mit der A-Jugend auf einen hervorragenden zweiten Platz.

Wo gibt es gerade die größten Baustellen?

Grögeder: Aufgrund des großen Zulaufs bei den Minis und der Jugend E kommen wir an unsere Ressourcengrenzen. Hallenzeiten, Trainer, Betreuer – wir benötigen von allem mehr. Des weiteren wollen wir in der weiblichen Jugend den Aufbau stärker vorantreiben.

Barthelmeß: Daher müssen wir unsere Kapazitäten sehr gezielt einsetzen, um unsere Spieler bestmöglich ausbilden zu können. Enorm wichtig ist hierbei der regelmäßige Austausch mit Trainern und Betreuern.

Was sind die Ziele für die restliche Rückrunde und für die neue Saison?

Barthelmeß: Wir wollen natürlich schon den einen oder anderen Meistertitel holen. Da sieht es auch ganz gut aus. Wichtiger ist uns jedoch die individuelle Entwicklung.

Grögeder: In der neuen Saison wollen wir in der männlichen Jugend wieder in der jeweils höchsten Spielklasse antreten. Im weiblichen Jugendbereich streben wir erneut mindestens zwei Teams auf badischer Ebene an.

Ist die A-Jugend-Bundesliga ein Thema?

Barthelmeß: Wir wollen versuchen mit allen unseren Jugendmannschaften in der jeweilig höchsten Spielklasse zu spielen um unseren Spielern die bestmögliche Plattform für Ihre Entwicklung bieten zu können. Dazu gehört natürlich auch die A-Jugend-Bundesliga.

Die HG hat sich ja auch auf die Fahnen geschrieben, die Jugendlichen nicht nur sportlich, sondern auch darüber hinaus weiterzubringen, zum Beispiel schulisch, beruflich, gesundheitlich etc. Wie ist da der Stand?

Grögeder: Unser Ziel ist es, junge Menschen auf und neben dem Spielfeld in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Hierzu haben wir namhafte Partner wie die AOK zum Thema Gesundheit und die ABB TrainingsCenter zum Thema berufliche Ausbildung. So können wir nun Gesundheits- und Ausbildungsberatung gezielt anbieten und unsere Jugendlichen auf ihrem weiteren Weg stärken.

Barthelmeß: Daneben wollen wir noch stärker die HG-Familie betonen. Kinder, Spielerinnen, Spieler, Eltern, Betreuer, Trainer, Funktionäre – hier sind wir gut aufgestellt und wollen das intensiver kommunizieren und dazu einladen, mitzuwirken. ali

© Schwetzinger Zeitung, Freitag, 23.02.2018