Fast alles bleibt beim Alten – und doch bewegt sich manches bei der HG Oftersheim/Schwetzingen. So lässt sich ein einfaches Fazit der Jahreshauptversammlung der Handballer ziehen. Die HG umfasst und repräsentiert rund 900 aktive und passive Mitglieder der beiden Stammvereine TV Schwetzingen und TSV Oftersheim.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und ebenso eindeutig in seinem Amt für eine neue Periode bestätigt (siehe Bild). Vorsitzender Peter Knapp blickt bei seiner Eröffnung auf eines der sportlich erfolgreichsten Jahre zurück. Er betonte aber auch das gute Image, welches die HG in Handballerkreisen, aber auch besonders den beiden Kommunen geniest, sicherlich auch auf Grund ihres vielfältigen Engagements in den Gemeinden, das sich weit über den reinen Sportbetrieb hinaus erstreckt. Auch beim Blick in die Bilanzbücher kann er zufrieden sein. „Wir sind völlig gesund und komplett schuldenfrei, haben uns schon seit einiger Zeit von den Nachwehen unserer Zweitligazeit erholt.“

Dass dies so bleibt, hat sich die komplette Führungsriege, die inzwischen breiter aufgestellt und stark verjüngt wurde, auch für die Zukunft auf die Fahnen geschrieben, will auch für die nächste Saison fest an diesem Status weiterarbeiten. Gerd Junghans ist auch vor den finanziell höheren Belastungen in der Drittklassigkeit nicht bange. „Die höheren Ligakosten werden sicherlich durch die vielen Derbys ausgeglichen.“ Das Geld geht aber nicht nur in das HG-Zugpferd, die erste Mannschaft. Junghans erwähnte, dass in den letzten Tagen rund 20000 Euro für frisch gestaltete neue Trikots und Hosen investiert wurden. 20 (von 23 Teams ohne Minis, die am Spielbetrieb teilnehmen) Mannschaften hatten diese zuvor beim alljährlichen Fototermin für das Rundenheft erstmals stolz präsentiert. Der Abteilungsleiter der TV-Handballer fasst zusammen: „Wir sind gut gerüstet und zukunftsfähig aufgestellt.“

Dies gilt auch für die Schiedsrichtergilde. Jochen Kühnle, das TSV-Pendant zu Junghans, berichtete von fünf Neulingen, die ausgebildet wurden. Mindestens drei weitere stünden in den Startlöchern. „Unser Soll ist damit erfüllt. Das haben wir aus eigener Kraft erreicht. Punkteabzüge wie letzte Saison und Geldstrafen gibt es keine mehr für uns.“

Kühle, gemeinsam mit Mike Seidling auch für die Veranstaltungsorganisation zuständig, zog ebenso hier eine durchaus positive Bilanz: „Wir haben einiges - und das auch finanziell erfolgreich - auf die Beine gestellt und durchgeführt. Wir waren in beiden Gemeinde für die Öffentlichkeit präsent.“ Als Beispiele führte er das „Kinder-für-Kinder-Fest“ auf dem Schwetzinger Schlossplatz an, die Faschingsfete „Pep & Pop“ oder diverse Aktionen im Oftersheimer Rose-Saal, so das Abschlussfest der Badischen Schiedsrichter.

Michael Zipf, stellvertretender HG-Chef, erinnerte noch einmal an das Neuhausenspiel mit seiner imposanten Kulisse, welches letztlich den Aufstieg brachte. „So etwas haben wir wieder einmal gebraucht, es war ein tolles Erlebnis für uns alle.“ Gegen Fortsetzungen hätte er nichts einzuwenden. In die gleiche Kerbe schlug auch der sportliche Leiter Martin Schmitt. „Ich hoffe, dass wir möglichst oft dieselbe Stimmung wieder haben werden. Unser Team, das ja eigentlich noch jünger geworden ist, kann diese Unterstützung gut gebrauchen.“ Schließlich gelte es vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg zu kämpfen.

Überhaupt zog er ein „rundum positives Fazit“ bei den männlichen aktiven Teams. Besonders freute ihn dabei der Klassenerhalt der „Ib“, die sich mit ihren begrenzten Finanzmitteln im Hechtteich Badenliga behauptete. Da seien andere Mannschaften doch wesentlich besser ausgestattet. Aber das „Highlight“ sei natürlich der Drittliga-Aufstieg gewesen. „Ironie des Schicksals dabei ist, dass wir in einer Saison des Umbruchs überhaupt nicht damit rechneten. Ich bin mir sicher, dass wir mit den Jungs noch viel Vergnügen haben werden.“

„Ich bekomme nur gute Nachrichten aus dem Frauenbereich. Das macht Spaß“, blickte Kühnle auf den Frauenbereich zurück. Auch dort sei sicherlich noch die eine oder andere Überraschung zu erwarten. Die hat, allerdings in negativer Form, der Nachwuchsbereich mit einigen misslungen Qualifikationen schon hinter sich. „Das hat uns enorm viel Kraft gekostet. Über Anschlussforderung und Kooperationen wurden aber die Toptalente bei uns gehalten, was immer schwieriger wird. Wir sehen es nun als Zwischenstation vor einem neuen Angriff auf die Spitzenligen. „Markus Barthelmeß, stellvertretend für Jugendleiter Achim Grögeder, blickte aber insgesamt auf eine durchaus erfolgreiche Saison zurück. Dabei waren ihm nicht so sehr die bekannten sportlichen Erfolge wichtig. Er hob die Kooperation mit allen Grundschulen hervor, auch mit Kindergärten würde jetzt zusammengearbeitet. „Das beschert uns im Minibereich einen enormen Zulauf.“

Im Vorfeld hatte noch der Förderkreis seine Versammlung abgehalten. Dessen Vorsitzender Helmut Weber verwies auf die stabile Mitgliederzahl. Sein Gremium ist inzwischen auch für die finanztechnische Abwicklung des gemeinnützigen, allgemeinen HG-Teils zuständig. Hier hat Tanja Müller von Wolfgang Postelt den Job