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Der Handball ist in Gefahr. Nein, die aktuellen Feinde dieser schnellen und begeisternden Sportart sind nicht so sehr verpasste Olympia-Qualifikationen oder misswirtschaftende Funktionäre. Die größte Gefahr für den Fortbestand des Handballs stellt der Mangel an Unparteiischen dar. Immer weniger Männer und Frauen stellen sich in den „Dienst des Spiels“, immer weniger sind bereit, als Schiedsrichter zur Pfeife zu greifen.
Dies führt dazu, dass immer mehr Spiele von vereinseigenen „Unparteiischen“ gepfiffen werden müssen. Und es führt dazu, dass die noch aktiven Unparteiischen zu bis zu fünf Partien pro Wochenende eingeteilt werden, was deren Bereitschaft, weiter zu pfeifen, verständlicherweise nicht sonderlich heftig erhöht. In anderen Handballverbänden führte der Schirimangel gar schon dazu, dass Mannschaften Punkte abgezogen bekommen, deren Vereine das entsprechende Schiedsrichtersoll nicht erfüllen.
Die HG bemüht sich, ihren Beitrag zu leisten, die Misere zu beheben. Dazu gehört es, alle am Spiel Beteiligten – die Akteure auf und außerhalb des Spielfelds wie auch die Zuschauer – zu Respekt und Fairness gegenüber den Unparteiischen zu ermuntern. Gerade – aber nicht nur – junge Schiedsrichter, die am Anfang einer hoffentlich längeren Karriere stehen, haben keine Beschimpfungen verdient, sondern Lob, wenn sie einen guten Job gemacht haben, und auch Verständnis, wenn mal ein Pfiff daneben geht.
Deshalb unsere Bitte an alle Fans, Betreuer, Trainer und Spieler: Gehen wir gemeinsam respektvoller mit unseren Freunden, den Unparteiischen, um – und etwas gelassener! Suchen wir die Gründe für eine Niederlage öfter bei uns selbst. Nur so können wir die Gefahr abwenden, dass Handballspiele irgendwann ausfallen – weil es keine Schiedsrichter mehr gibt.
Wenn Sie oder Ihr Lust habt, für die HG das Schiedsrichteramt auszuüben, meldet Euch bitte bei Thilo Grohmann: schiedsrichter@hghandball.de