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Die HG Oftersheim/Schwetzingen hatte zum Trainerseminar geladen und die Lernwilligen ließen sich trotz besten Badewetters nicht abhalten in die Schwetzinger Nordstadthalle zu kommen. Dort befasste sich Goran Suton mit dem Thema „Torwart“ und seiner Wichtigkeit für das Handballspiel.
Suton war manchem noch bekannt als Gegner der HG zu Zweitligazeiten, wenn er mit den Willstätter Ballwerfern zu Besuch war. Zuletzt war er beim abgestiegenen Erstligist Düsseldorf tätig, zurzeit beschäftigt er sich ausschließlich mit Fortbildungsmaßnahmen – auch im Auftrag des DHB.
Der Vortrag war klassisch in zwei Teile gegliedert, eine theoretische und eine praktische Einheit. Doch den rund 30 Zuhörern wurde nicht trockene, graue, womöglich schwer verdauliche Kost vorgesetzt, sondern im Rahmen der übergeordneteten Aspekte waren schon eine Fülle von Tipps zur Praxis und Anwendungsbeispiele eingebaut. Nachfragen, oft zu Details, bewiesen Aufmerksamkeit und aufrichtiges Interesse des Auditoriums. Im Mittelpunkt stand dabei immer wieder der Hinweis auf die Individualität der Handballer auf dieser speziellen Position und dass diese zu unterstützten und zu fördern sei.
In seinem Gepäck hatte Suton nicht nur eine Reihe von Geräten – viele billig selbst gemacht – die das Arbeiten im Übungsbetrieb erleichtern und unterstützen mögen, sondern auch noch seinen Freund und ehemalige Torwarttrainer von FA Göppingen, Hamza Catak. Dieser, und die beiden „Demonstrationsobjekte“ Nico Neuer und Max Schneider von der HG-A-Jugend waren dann für die Vorführung auf dem Hallenboden mit zuständig. So kamen die beiden Nachwuchskeeper zu einer zusätzlichen kompletten Trainingseinheit, nach der Neuer bekannte: „Ich wusste gar nicht, dass es da auch Muskeln gibt.“
Harald Wisser, früherer Oftersheimer Spieler und jetzt bei der SG Heidelsheim/Helmsheim tätig, lobte die Veranstaltung: „Ich dachte, bereits jetzt schon ein gutes Training für meine Torleute zu geben.“ Aber selbst für den Trainerfuchs waren doch etliche neue Aspekte vorhanden, und dass er nun in mancher Hinsicht „umdenken“ müsse.
Zahlreiche HG-Jugendtrainer sowie Eyub Erden, Coach der 1. Herren-Mannschaft, waren ebenfalls dabei. Für die Trainer der HG-Jugend übernahm der Jugend-Förderkreis die Teilnahmegebühren. Mit Workshops und Seminaren bildet die HG ihre Trainer im Rahmen der Vision 2012plus regelmäßig fort.
Suton schloss mit der Aufforderung: „Wenn sie ihren Torwart für so und soviel Prozente wichtig halten, dann räumen sie ihm auch entsprechend Zeit in ihrem Training ein.“ Doch mancher Übungsleiter dürfte mehr Anregungen zu neuen Trainingseinheiten auf seinem Notizblock vermerkt haben, als ihm Hallenkapazität zur Verfügung steht. Aber das ist eine andere Geschichte. mj
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