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A-Jugend scheitert knapp

Zwei überaus ansprechende Handballspiele bot die HG Oftersheim/Schwetzingen am Samstag hintereinander in der Nordstadthalle. Doch nur aus einem ging sie als Sieger hervor.
In der A-Jugend-Bundesliga musste die HG Oftersheim/Schwetzingen mit 24:25 (11:15) gegen die SG Ottenheim/Altenheim wieder einmal eine äußerst knappe Niederlage hinnehmen. Dass es so kam, hat sicherlich mehrere Gründe. Im Endeffekt akzeptierte Trainersprecher Martin Schnetz den doppelten Punktverlust: „Wenn ein Team fast die gesamte Zeit führt, dann ist ein Sieg nicht unverdient.“
Zunächst begann die Partie ausgeglichen. Christoph Lahme brachte die Halben mit Schwung ins Laufen, wovon besonders Arthur Fink profitierte. Er traf in einer guten Viertelstunde fünfmal (8:8) – so oft wie Marius Steinhauser im gesamten ersten Durchgang. War der Rückraum unter Druck, gab es Möglichkeiten am Kreis. Allerdings fehlte hinten die zuletzt so erfolgreiche Defensive. Viele eroberte oder abgewehrte Bälle landeten immer wieder beim Gegner. Dann, nach Gäste-Timeout beim 10:11 (23.) hatte sich ihre 6:0-Formation besser auf den HG-Angriff eingestellt.  Die Hausherren brachten sich mit unnötig hektischen Abschlüssen und Fehlpässen selber in die Bredouille, lagen kurz nach der Pause 11:16 zurück (32.).

Dann hatten die HG-Jungs wieder den Spaß an der Abwehrarbeit und dem flotten Spiel nach vorne entdeckt (16:18). Doch ganz reichte es noch nicht zum Anschluss. Der gelang dann erst Christoph Kaiser über die zweite Welle – in Unterzahl zum 21:22 – Auszeit für die SG O/A (48.). Doch der Ball landete danach wieder in HG-Reihen, letztlich bei Erik Vobis. Der will auf Halblinks durch, wird in die Zange genommen, bekommt in den Wurfarm gelangt, trifft noch – und es wird Stürmerfoul gepfiffen.

Den nächsten möglichen Ausgleich hat Tobias Beck auf der Hand, der das Wurfgerät vom Kreis an die Unterkante der Latte donnerte. An der dritten Beinahe-Remis-Situation ist Florian Siegel beteiligt. Er fischt den Ball in der Deckung raus, stürmt vor und wird dabei von hinten gefoult, schließt notdürftig aus viel zu großer Entfernung und ohne entsprechende Wurfkraft und -präzision ab (56.). Ein Pfiff bleibt aus, sehr zum Ärger der HG-Trainer.

Erst Pascal Hecker markiert das fällig 24:24, etwas über zwei Minuten vor dem Ende. Im Gegenzug trifft Ottenheim/Altenheim unter Androhung passiven Spiels aus einem Freiwurf heraus. Vorne geht der Ball der HG noch einmal verloren, doch Torhüter Maximilian Schneider rettet, wird dann von Peter Strosack beim Vorwerfen geklammert und umgerissen. Ein taktisches Foul zehn Sekunden vor dem Abpfiff ohne Ahndung, dass dem Gegner die nötige Luft verschaffte.

HG: Schneider, Nykiel; Steinhauser (14/5), Lahme, Fink (5), Hecker (1), Doll, Junker, Beck (2), Klein, Siegel, Vobis, Kaiser (2).
« zurück [YZ] 11.03.2012 16:48