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Spannung und Dynamik - Ketsch verliert gegen HG II 30:33 (17:16)
Es war ein Handball-Landesliga-Derby wie es sein soll. Spannung und Dynamik wurden über komplette 60 Minuten geboten. Dazu war die Partie zwischen der TSG Ketsch und der HG Oftersheim/Schwetzingen II unter Leitung zweier kompetenter Schiedsrichter absolut fair. Das bessere Ende hatte dabei der Gast mit 33:30 (16:17) für sich. HG-Trainer Klaus Braun war „mehr wie glücklich hier gewonnen zu haben“.

Nach dem wechselhaften Spielverlauf, der keiner Mannschaft einen größeren Vorsprung erlaubt hatte – nur zwischen der 49. und 51. Minute (24:27, 25:28) hatte sich die HG leichte Vorteile erarbeitet – hätte sich wahrscheinlich jeder in der Neurotthalle auch mit einem Unentschieden anfreunden können. In dem schnell gespielten Duell, in dem über weite Phasen die Torhüter Felix Grebesich (TSG) und Max Schneider das Spielgeschehen mitbestimmten, war dies noch keine Vorentscheidung.Ketschs Trainer Boris Meiser kritisiert: „Wir haben sechs Minuten in Überzahl gespielt und dies nicht richtig ausgenutzt.“ Jan Triebskorn hatte sich eine Zeitstrafe eingefangen und seine Gestik wohl nicht ganz unter Kontrolle, so dass er vier Minuten pausieren durfte (50.). Maik Kempter traf zum 25:27, im Gegenzug wurde Robin Junghans ein Siebenmeter zugesprochen, den er auch selbst verwandelte. Dann war der HG-Spielfluss ein wenig dahin. Erst Fabian Schenk von Rechtsaußen, dann ein Doppelschlag von Timm Kemptner brachten den Gleichstand, just in der Sekunde als Triebskorn ergänzen durfte, aber Tim Schuhmacher dafür auf die Bank wanderte.

Ketsch legte nun zweimal vor, HG zog gleich. Dann foulte Andreas Bierreth Christoph Lahme und sah nach dritter Hinausstellung Rot. Junghans erneut mit Strafwurf, dann erst eine Kombination von Triebskorn auf Ganshorn, dann Triebskorn im Solo: 30:32 (59:27). Dazwischen immer wieder HG-Keeper Schneider, der nichts mehr rein ließ, inklusive eines Siebenmeters von Tobias Adler (sorry Micha), den er herausköpfte. Für Meiser mit der Knackpunkt die äußerst schlechte Wurfquote: „Wenn man dann am Schluss noch hektisch ist, verliert man das Spiel. Aber so weit hätte es gar nicht kommen müssen, treffen wir richtig, hätten wir sogar mit einer für uns ungewohnt schlechten Abwehr gewinnen können.“ mj

TSG: Grebesich, Knobloch; Adler (1/1), Heckmann (3), Angstmann (5), Schenk (3), Buse (2), T. Kemptner (8), Förster (2), Surovec, Bierreth, M. Kemptner (6).
HG: Schneider, Neuer, Hemer; Hahne, Triebskorn (11), Urbitsch, Ganshorn (5), Becker (1), Meyer (2), Förch (5), Beck, Schuhmacher, Lahme (1), Hecker, Junghans (8/4).

Trainer-Stimmen:
Klaus Braun (HG): Das war meiner Meinung nach ein tolles Landesliga-Spiel. Im Prinzip kann ich nur sagen, es macht Riesen-Spaß diese jungen Kerle zu trainieren und zu betreuen. Der Sieg war mit Sicherheit kein Zufall, wir wussten, was Ketsch macht. In der ersten Halbzeit haben wir Probleme gehabt, besonders mit Maik Kemptner und seinem Bruder Timm. Danach haben wir uns dann besser angestellt und auf die TSG eingestellt. Insgesamt, finde ich, haben wir verdient gewonnen.
Boris Meiser (TSG): Wir haben im Großen und Ganzen eigentlich ganz gut gespielt. Aber wir waren in der ersten Halbzeit in der Abwehr nicht konsequent genug. Nichtsdestotrotz hätten wir das Spielgewinnen können, aber wir haben über zehn Freie, die wir nicht rein machen. Frei vorm Tor, da muss man eben treffen. So kann man gegen einen gleichwertigen Gegner nicht gewinnen. Zum Schluss hätten wir trotzdem noch gewinnen können, wenn wir die Überzahl nutzen .

« zurück [YZ] 24.10.2010 11:03