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Überraschung war gar nicht unmöglich - Handball-Pokal: Oftersheim/Schwetzingen fliegt raus

Fast wäre der HG Oftersheim/Schwetzingen II die nächste Überraschung im badischen Handball-Pokal gelungen, hätte sie die ihr gegen den eigentlichen "Regionalligisten" SG Kronau/Östringen II gebotenen Chancen konsequenter genutzt. Doch so blieb die "Sensation" vor gerade 27 zahlenden Zuschauern bei der knappen 23:27 (14:16)-Niederlage aus.
Die "Kröstis" waren mit einer leicht verstärken A-Jugendtruppe in der Schwetzinger Nordstadthalle aufgeschlagen, die mit dem Widerstand der Hausherren lange zu kämpfen hatte. Das anfängliche 0:2 ließ noch keine Schlüsse auf den späteren Spielverlauf zu. Mit einem glücklich ergatterten Abpraller hatten die Gäste vorgelegt, der HG blieb ähnliches in den darauf folgenden Angriffen mehrfach verwehrt.

Patrick Wolf unter Zeitdruck und Patrick Lengler glichen aus, der später verletzt ausgeschiedene Marcel Seidel brachte mit einem "Kopfleger" im Konter die erste Führung in der durchweg recht schnellen ersten Halbzeit. Als dann in der Mitte dieses Durchgangs zweimal der Pfosten nur getätschelt wurde, setzte sich Kronau/Östringen ab (10:12/22.) und Trainer Reiner Lahme bat zur Auszeit, mahnte mehr Konzentration beim Wurfversuch an. Bis dato waren zwölf Fehlversuchen zu registrieren gewesen.

Zu viele vergebliche Anläufe
Das wurde eine Weile auch befolgt (16:16/35.), dann wurden neun Angriffe in den Sand gesetzt: 17:23 (43.) und die nächste Besprechung, die dafür sorgte, dass der Abstand sich insgesamt leicht verringerte, aber nicht mehr egalisiert wurde. Dabei waren die Chancen, das Ding noch zu drehen durchaus mannigfaltig (zehn weitere Angriffsversuche wurden ungenügend abgeschlossen). Doch sonst so schusssichere Akteure semmelten teils erheblich am Kasten vorbei oder warfen SG-Keeper Daniel Unser ab.

Bleibt noch zu erwähnen, dass B-Jugend-Trainer Jan Triebskorn bei seinem ersten Einsatz im Aktivenbereich die A-Jugend-Fraktion mit Nico Neuer, Justin Hahne und Björn Becker verstärkte, so dass Lahme das ungewohnte Erlebnis hatte, über zahlreiche Wechselmöglichkeiten zu verfügen, die er auch leidlich nutzte.

HG: Eichhorn, Neuer; Seidel (2), Becker, Hahne, Ganshorn (2), Müller (1), Mohr (5), Heß, Hellwig (3), Triebskorn (1), Lengler (5/1), Wolf (4). mj

Schwetzinger Zeitung
12. Februar 2010

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