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Hubert fühlt sich wohl - HG-Regisseur könnte sich an große Kulissen gewöhnen
Holger Hubert  ist schon lange bei der HG Oftersheim/Schwetzingen, trotz seiner bald 25 Jahre fast so etwas wie ein Urgestein in der Truppe des Baden-Württemberg-Oberligisten. Beim Startauftritt der Mannschaft in Langenau wurde er von der dortigen Presse als „überragend" gelobt, nicht nur wegen seiner elf Treffer.

Doch Hubert schränkt vor dem heutigen Spiel gegen den TB Kenzingen (Samstag, 20 Uhr, Nordstadthalle) ein: „Vom Ergebnis her gesehen, müssen wir natürlich zufrieden sein. Allerdings war unser Spiel nicht ganz konstant. In der ersten Halbzeit hatten wir eine recht lange Phase, in der wir nicht überzeugten. Wir haben viele einfache, vermeidbare Fehler im Angriff gemacht und sind zudem nicht kompakt in der Abwehr gestanden. Gegen Ende der ersten Halbzeit und eigentlich die komplette zweite Hälfte wurde es wesentlich besser, sodass wir letztlich hoch gewonnen haben.“

Die Jugendzeit verbrachte Hubert bei seinem Heimatverein TV Eppelheim. Seine HG-Laufbahn begann in der zweiten Mannschaft, verbunden mit durchaus positiven Erinnerungen. „Die Zeit in der Ib empfinde ich als sehr erfolgreich. Vor allem wenn ich an mein zweites Jahr denke, in der wir eine sehr junge Mannschaft hatten. Wir hatten vor der Runde Angst vor einem Abstieg. Doch letztendlich ist es uns gelungen oben mitzuspielen. Die Zeit in der ersten Mannschaft ist da ganz anders verlaufen. In den letzten Jahren gab es viele Umbrüche. Wir sind zweimal hintereinander abgestiegen. Da ist klar, dass ich eher negative Erinnerungen mit dieser Zeit verbinde.“

Sicherlich hatte er während des Absturzes mehrfach die Möglichkeit sich anderweitig umzuschauen, doch er blieb Oftersheim/Schwetzingen treu. „Es gibt mehrere Gründe, warum ich immer noch hier bin,. Zu aller erst fühle ich mich in dem Verein sehr wohl. Des Weiteren habe ich einen kurzen Anfahrtsweg, sodass ich die HG natürlich schon von klein auf kenne. Außerdem wechsele ich nicht gerne meine Vereine wie meine Unterwäsche. Ich bin lieber länger in einem Verein. Deshalb habe ich bisher auch nur einmal von meinem Heimatverein, TVE, zur HG gewechselt.“

Seitdem hat er schon einiges erlebt und mit mehreren Trainern zusammengearbeitet. „In meiner Anfangszeit habe ich in der ersten und zweiten Mannschaft mittrainiert. Dabei war in der Ib Branko (Dojcak) Trainer, in der Ersten Winne (Job). Es war damals so, dass sich beide Teams absprachen und deshalb die gleiche Abwehr und die gleichen Spielzüge im Angriff hatten. Die einzelnen Schritte, wann ein Spieler was zu tun hat, waren stark vorgegeben. Ein freies Spiel wurde eher außen vor gelassen. Nach dem Weggang von Winne gab es viele Trainerwechsel. Jochen Zürn und Michael Franz bevorzugten das freie Spiel, mit relativ wenigen Vorgaben. Daraufhin folgte unser heutiger Trainer Eyub (Erden). Bei ihm war es letztes Jahr so, dass wir eher wieder in das vorgegebene System zurückkamen. Dieses Jahr lässt er mehr freies Spiel zu, sodass wir meiner Meinung nach eine gute Mischung aus Vorgabe und Freiheit haben.“

Die Vorbereitung sieht Hubert als gelungen an und stuft das Team als stark ein. Aber er warnt auch vor übergroßen Erwartungshaltungen. „Es wurden Stimmen lauter, die von einem Aufstieg sprechen. Ich bin da vorsichtiger. Vorbereitungsspiele sind etwas ganz anderes als die Rundenspiele. Da muss man erst mal abwarten, ob wir es schaffen, Woche für Woche auf hohem Niveau zu spielen. Auch haben uns letztes Jahr die vielen Verletzungen zu schaffen gemacht. Man weiß nie, wie das diese Saison läuft. Trotz allem werden wir natürlich in jedes Spiel reingehen, um es zu gewinnen. Wenn wir das abrufen, was wir können, werden wir in der Liga oben mitspielen.“

Einen erste Höhepunkt hat er dabei schon hinter sich – die Benefiz-Veranstaltung mit der Partie gegen die Rhein-Neckar-Löwen. „Das Spiel gegen die Kröstis stellte ein absolutes Highlight dar. Diese Kulisse war unglaublich. Daran könnte ich mich gewöhnen. Dazu noch gegen Weltstars zu spielen und vom Bundestrainer beobachtet zu werden, ist schon etwas Besonderes.“
« zurück [YZ] 18.09.2010 12:59