TSG Wiesloch - HG  17:18 (11:10)

Einen wahren Handballkrimi erlebten die fast 80 Zuschauer am Samstag Nachmittag beim Spiel der weiblichen B-Jugend in der Badenliga-Begegnung gegen die TSG Wiesloch. Dass am Ende die HG Oftersheim/Schwetzingen mit 18:17 (10:11) die Nase vorne haben würde, war nach einem katastrophalen Start (0:5/7.) kaum mehr zu erwarten.

Zu einfachen Toren kam in der Anfangsphase der Gastgeber aus der Weinstadt, weil im Angriffsspiel der HG-Werferinnen nichts klappen wollte, obwohl in den Trainingseiheiten unter der Woche genau die taktischen Massnahmen, die gegen die schnellbeinige Mannschaft helfen sollten, herausgearbeitet wurden. Fehlerhafte Zuspiele und ungenaue Abschlüsse luden die Konterspielerinnen der TSG mehrfach zum Torewerfen ein. Doch mit dem ersten kraftvollen Treffer  durch Luisa Oetzel kurz nach ihrer Hereinnahme ging ein Ruck durch die Mannschaft. Die Abwehrreihe stand deutlich besser zum Ball und im Angriff sorgten die Auslöser für eine gewisse Sicherheit. Tor um Tor wurde aufgeholt, das Torewerfen auf viele Schultern verteilt und kurz vor der Pause war es Tera Bonelli vorbehalten, den Anschluss zum 10:11-Pausenstand zu erzielen. Die wieder genesene Lara Hagen im Tor hatte bis dahin einige Bälle entschärfen können.

Die sehr positive Stimmung in der Kabine konnte gezielt mit taktischen Anweisungen ergänzt werden, und mit viel Schwung ging das Team in die 2. Halbzeit. Zehn Minuten konnte der Anschluss gehalten werden, doch auch Wiesloch war wieder besser im Spiel und schaffte es, sich nochmals abzusetzen (15:12/35.). Davon ließ sich die erfahrene Mannschaft aber nicht beeindrucken, durch einige Ballgewinne in der starken Abwehr, konnte nun die HG einfache Tore erzielen, bei besserer Wurfquote hätte hier sogar schon das Spiel komplett gedreht werden können. Beim Rückstand von 17:14 (38.) sollte aber endlich die Wende gelingen, nicht nur die Einwechlsung von Lena Förste ins Tor, die als Feldspielerin sämtliche Bälle recht unorthodox entschärfen konnte, auch vier Tore in Folge stellten auf 17:18 (46.), hier war es erneut die Spezialistin für späte Tore - Tera Bonelli - die die beiden letzten Tore erzielte.  Die letzten vier Spielminuten waren nun an Spannung nicht mehr zu überbieten, beide Auszeiten wurden noch gezogen, um taktisch nochmals das ein oder andere zu probieren, Tore wurden keine mehr erzielt. Den letzten Wieslocher Angriff in den letzten zehn Spielsekunden entschärften die Abwehrspielerinnen bravurös,  mehrere Spielerinnenwarfen sich Richtung Ball und gaben diesen nicht mehr her.

HG: Lara Hagen (Tor), Tera Bonelli (3), Alina Hilbert (2), Aylin Gedik (2), Lenya Hanke (2/1), Lena Förste (2/1), Lisa Magnus (3), Jessica Johann, Lena von Beeren, Luisa Oetzel (3), Alena Kreisel (1)