Mit nur einer echten A-Jugendlichen trat die weibliche „A/B-Jugend“ der HG Oftersheim/Schwetzingen am vergangenen Wochenende zur Vorausscheidung um die Startplätze zur weiterführenden Qualifikation in die Badenliga in Birkenau an. Als deutlich jüngstes Team belegte man am Ende ohne Sieg den fünften Tabellenplatz. Das erklärte Ziel, ordentliche Spiele abzuliefern, wurde zum allergrößten Teil erfüllt.

Im ersten Spiel traf das Team direkt auf den vermeintlich stärksten Gegner, den TSV Birkenau 2, der es sich nicht nehmen ließ, auf einige bewährte Kräfte der A1-Mannschaft zurückzugreifen, was durch die Regularien möglich ist. In einer starken Anfangsphase schaffte es das Gästeteam immer wieder in Führung zu gehen und diese auch bis zur 12. Spielminute zu behaupten, was die Grüne Karte des TSV nach sich zog. Mit der Sorge, das Spiel gegen die jungen HG-Wilden zu verlieren, wurde von den TSV-Verantwortlichen die Auszeit genutzt, die A1-Spielerinnen nahezu komplett zu bringen, die sich jedoch auch weitere zehn Minuten schwer taten, ehe das Spiel gedreht wurde. Beim Stand von 8:11 in der 22. Spielminute war die Gegenwehr unserer HG gebrochen. Trotz der Niederlage ein erfreulicher Auftakt.

Im zweiten Spiel gegen die HSG Weinheim/Oberflockenbach fand die Mannschaft nicht richtig ins Spiel, was zu einem frühen Rückstand führte (1:4/4.). Es waren vor Allem Stellungsfehler und unnötig verlorene Zweikämpfe in der Abwehr, sowie viele verworfene Bälle, die es in der Folgezeit nicht zuließen, den Rückstand zu verkürzen. Drei Tore in Folge gegen Ende der Partie, machten aus einem hohen 6-Tore-Rückstand noch ein passables Endergebnis.

Wenn vom gegnerischen Trainer bereits nach fünf Minuten die Grüne Karte gelegt werden muss, ist daraus zu schließen, dass die HG-Mädels im Spiel gegen die HG Saase wieder ein völlig anderes Gesicht zeigten. Zum Zeitpunkt der Auszeit stand es völlig unerwartet 6:1 aus Oftersheim/Schwetzinger Sicht. Mit gut strukturiertem Tempospiel aus einer stabilen Abwehr heraus, hatte die Mannschaft dem ambitionierten Team aus Saase fast schon den Zahn gezogen. Das Timeout bewirkte aber wie so oft in der Handballwelt einen Bruch im Spiel der HG, vor Allem die Neue bei Saase – Lena Grimm – sorgte nun dafür, dass das Spiel kippte. Sechs HG-Tore in den ersten fünf Minuten und nur weitere sechs Tore in den restlichen 20 Minuten waren am Ende zu wenig, um den Sieg zu holen.

Im abschließenden Spiel gegen den HC Vogelstang konnte bis zur zehnten Minute das Spiel offen gestaltet werden (6:7). Mit schwindenden Kräften schwand auch die Gegenwehr, und so zog der HC Tor um Tor davon.

„Wenn man bedenkt, dass wir hier ohne Torhüterin und mit nur einer Spielerin älter als Jahrgang 2000 angereist sind, haben wir uns gut verkauft, vor Allem haben wir sehr viel gelernt. Für die weitere Entwicklung der Mannschaft war es richtig und wichtig, dieses Turnier zu spielen, jede bessere Platzierung als die Erreichte wär eine Überraschung gewesen“, nahm man nach Turnierende auf HG-Seite das Ausscheiden realistisch an.

HG: Anke Kufleitner, Tera Bonelli (3), Alina Hilbert (6), Aylin Gedik (2), Phoudsada Phondeth (1), Lena Förste (Tor/8/4), Lisa Magnus (5), Jessica Johann (Tor), Lena von Beeren (Tor/3/2), Luisa Oetzel (13)

TSV Birkenau 2 - HG 13:9
HG - HSG Weinheim/Oberflockenbach 9:12
HG Saase - HG 12:10
HG - HC Vogelstang 13:18