Über die erste Halbzeit des Spieles seiner Verbandsliga-Handballerinnen gegen den TV Dielheim wollte Trainer Klaus Braun lieber den Mantel des Schweigens gehüllt wissen. Sie genügte nicht ganz seinen Ansprüchen. Doch letztlich gewann die HG Oftersheim/Schwetzingen mit  32:16 (15:11). Der Gastgeber hatte im zweiten Durchgang ein wahres Feuerwerk abgefackelt und der besiegte Gegner zog hängenden Kopfes davon.

Braun hatte seine Mädels schon zuvor darauf eingestellt, dass Dielheim es ihnen nicht leicht machen würde, die Spiele in der Vergangenheit waren bisher immer knapp gewonnen worden. „Zuerst möchte ich, dass wir uns auf dieses Spiel konzentrieren, mit Kopf dabei sind, und erst danach sehen wir weiter“, forderte er in der Kabine volle Konzentration auf den aktuellen Kontrahenten. Denn nächste Woche steht der prickelnde Vergleich mit dem punktgleichen TSV Rintheim auf dem Programm, eine Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft und möglichem Aufstieg.

Diese Warnung schien vor allem zu Beginn der ersten Halbzeit in den Wind geschlagen worden zu sein.     Viele Torchancen blieben unverwertet. Der TVD fand viel zu oft den Weg durch die Deckung, besonders im Mittelblock gab es Probleme. So schaffte es Dielheim, der HG ständig auf den Fersen zu bleiben (7:7, 11:9).

Doch dann sollte sich nach entsprechender Halbzeitansprache das Blatt drastisch wenden. Im Deckungsverband wurde viel mehr und aggressiver gearbeitet, so wie es in der Vorrunde meist praktiziert worden war, sodass sich der Gegner schwer tat, überhaupt noch Tore zu erzielen. Es sollten deren nur noch fünf werden. Daraus entwickelten sich Konter, überhaupt wurde das Angriffsgeschehen nun flüssiger abgewickelt. Dem Kraichgau-Club wurde nicht mehr der Hauch einer Chance eingeräumt.

HG: Stan, Wieczorek; Münch (3), Peglow, Braun (1), Brückner (2), Rother (5/4), Ullrich (1), Kling (3), Laser (1), Bosse (3), Kolb (5), Gölitz (8/1).  mj/lk