Spätestens jetzt wird klar, der Titel in der Verbandsliga wird nur unter Mitwirkung der Handballerinnen der HG Oftersheim/Schwetzingen vergeben – sollten sich Ausfälle in Grenzen halten. Sie verwies mit der KuSG Leimen beim 31:13 (14:7) einen Mitkandidaten eindeutig in die Schranken.

„Bei so einem Endstand kann schon fast von einem Klassenunterschied gesprochen werden“, freute sich Trainer Klaus Braun abschließend über diesen Spielausgang. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass Konkurrent Vogelstand gegen Rintheim gepatzt hatte und sein Team nun alleiniger Tabellenführer ist.

Doch zunächst deutete noch nichts darauf hin. In der Spitzenpartie der beiden letztjährigen Landesligisten hatten sich viele Unsicherheiten im Passspiel und im Wurfverhalten breitgemacht. Doch da der Gast sich noch miserabler präsentierte, führte der Gastgeber 4:0 (8.). Leimen griff zum Mittel der doppelten Manndeckung gegen Karolin Kolb und Tamara Gölitz – ohne nachhaltige Auswirkungen: 7:1 (14.). Da sich die KuSG-Akteurinnen in ihrem Deckungsverhalten manchmal übereifrig zeigten, hatten sie auch Zeitstrafen abzusitzen.

Als dann nach dem 11:5 von Linksaußen Antonia Brückner der Bannstrahl die HG gleich doppelt traf (Annabel Bosse und Kolb flogen kurz hintereinander vom Platz) schien die Zeit für eine Umkehr reif. Doch weit gefehlt.

Denn im Kasten der HG stand an diesem Tag mit Jule Wolf eine Torfrau, die nicht gewillt war, oft hinter sich zu greifen. Mit allein drei Paraden in einem Gegenangriff (inklusive Siebenmeter) verhinderte sie nun, dass es zu mehr als dem 11:6 (24.) kam. Bis zum Seitenwechsel wurden mit ihrer Unterstützung noch ein paar Takte vorgelegt und in Halbzeit 2 wurde es für die Gäste nicht besser (18:8, 25:10). Sie gaben irgendwann die Manndeckung auf, hatten sich bald in ihr Schicksal gefügt.

Die HG-Mädels traten einfach spielerisch überzeugend auf, zeigten sich kämpferisch tadellos, nur manchmal gaben sie sich etwas überschwänglich-leichtsinnig, so dass der eine oder andere Ball auch mal in der Prärie landete. Letztlich hatten sie den gut 100 Zuschauern großes Kino geboten. „Die Gesamtleistung der Mannschaft war heute sehr stark. Es wurde das umgesetzt, was trainiert und besprochen wurde“, hatte Braun wenig zu nörgeln. „Bis auf die anfängliche Nervosität war das eine spitzen Leistung. Wir waren ganz klar die stärkere Mannschaft in diesem Spiel.“

HG: Wolf, Stan, Wieczorek; Kubach, Geib, Peglow, Braun (1), Brückner (3), Rother (4), Ullrich, Kling (1), Gölitz (14/4), Bosse (4), Kolb (4/1).      mj