Keine Kraftreserven

An einem eher dunklen Sonntagnachmittag ging es für die HG Oftersheim/Schwetzingen III nach Heidelberg zum Olympiastützpunkt. Dort trainieren die Stars von heute und morgen, dementsprechend hoffte Coach Justin Hahne auch darauf, dass seine Jungs von der B3 gegen den TSV Handschuhsheim ihren kleinen Aufwärtstrend ausbauen würden. Aber seine Erwartungen wurden enttäuscht; sein Team unterlag 21:28 (11:16)

Das Spiel ging dabei eigentlich gut los. In der Abwehr wurde der Ball  gewonnen und mit 0:1 vorgelegt. Allerdings entwickelte sich der weitere Verlauf nicht wie erhofft. Die Abwehr fand keinen Zugriff auf den Angriff von Handschuhsheim, wo jeder Spieler darauf drängte, sein Tor zu machen. So geriet die HG schnell in Rückstand. Nach neun Minuten und einem Spielstand von 6:2 musste Hahne Gebrauch von der Grünen Karte machen und seine Jungs zurück ins Spiel zu holen. Allerdings wurden seine Worte nicht erhört. Oft wurden die Angriff zu hektisch und unpräzise abgeschlossen, in der Abwehr kam die gastgebende Mannschaft zu oft frei zum Abschluss.

Den Jungs in der Kabine war klar, dass hier absolut noch nichts verloren war und sie wollten es in der zweiten Halbzeit besser machen. Die Abwehr stand nun auch stabiler und Oftersheim/Schwetzingen kam kurzzeitig auf drei Tore heran. Allerdings schlichen sich bald die alten Fehler wieder ein und der TSV zog davon. Lobend zu erwähnen allerdings waren alle drei C-Jugendspieler, die vorher schon 50 Minuten in den Beinen hatten und sich trotzdem aufopferungsvoll in den Dienst der Mannschaft gestellt hatten.

Hahne resümierte: „Unser Gegner war von Anfang an geiler auf das Spiel. Das spiegelt sich auch an der Torschützenliste wieder. Bei uns sind drei eingetragene erfolgreiche Werfer, beim TSV sind es acht. In der zweiten Halbzeit hielten wir besser mit, allerdings hat sich dort unsere dünn besetzte Bank bemerkbar gemacht. Unsere beiden Halbspieler mussten 50 Minuten lang Schwerstarbeit im Angriff und in der Abwehr verrichten.“           jh