HG Oftersheim/Schwetzingen III – HC Neckarau     27:28 (15:11)

Das Bezirksliga-Spiel der B3 von der HG Oftersheim/Schwetzingen stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Und am Ende trug Gast HC Neckarau hauchdünn den Sieg davon.

Auf Grund mehrerer Erkrankungen standen nur drei Spieler aus der eigentlichen B3 auf dem Spielberichtsbogen. Der Kader wurde durch etliche C-Jugendspieler dominiert. Zu allem Unglück bekam Torhüter Marcel Kind beim Einwerfen einen Ball direkt ins Gesicht und konnte mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung nicht mitwirken. So stand im Kader kein nomineller Torhüter zur Verfügung und der „Schadschütze“ stellte sich bereitwillig in den Kasten.

Um die Gegenspieler nicht in Wurfdistanz kommen zu lassen, ließ Trainer Justin Hahne seine Jungs in einer offensiven 3:2:1-Formation agieren. Das ging in der ersten Halbzeit wunderbar auf. Der Hausherr zog immer weiter davon, auch weil „Ersatzkeeper“ Hannes Schulz einige Paraden im Tor zeigt. Nach 10 Minuten nahm der HCN seine Auszeit, was ihm aber nicht viel brachte. Das Spiel wurde weiterhin dominiert. Hahne nahm sein Timeout nur, um seine Jungs kurz durchschnaufen zu lassen, da der Kader mit nur einem Ersatzspieler extrem dünn war. So ging es mit klarer Führung in die Pause, was unter dem Strich verdient war.

In der zweiten Halbzeit kam Neckarau dann immer näher heran, da sich im Angriff einige Fehler einschlichen. In Minute 35 war es nun soweit, dass der Gast das erste Mal führte (19:20). Es kam gar zu einem Vier-Tore-Rückstand der HG-Jungs, die aber nicht aufgaben und nochmal auf ein Tor herankamen. Mehr war allerdings auch nicht mehr drin, da wohl am Ende die Kraft ausging.

Hahne äußert sich trotzdem zufrieden: „Ich bin sehr stolz darauf, was die Jungs hier geleistet haben. Hier haben einige auf Positionen gespielt, die sie so schnell nicht mehr spielen werden. Wir haben die Gegner oft über eine Minute im Angriff gehabt, ohne das vom Schiedsrichter der Arm gehoben wurde und dann kassieren wir ganz dumme Dinger. Und vorne haben wir zwischenzeitlich einfach den Kopf verloren und zu viele falsche Entscheidungen getroffen.“

HG: Schulz; Mayer, M. Niesen (5), Haase (8), Keller (3), Polifka (6), Michalski (2), Angermann (3), Röhling. jh