Die A1 der HG Oftersheim/Schwetzingen  musste in der Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) einen satten Fehlstart hinnehmen. Nicht die Niederlage gegen den TV Hüttenberg an sich war dabei ausschlaggebend, sondern deren Höhe von 16:29 (9:14) und ihr Zustandekommen.

Schon der Auftakt entwickelte sich zäh. Nach einer Viertelstunde waren acht Angriffe ohne Erfolg abgeschlossen worden. Da sich zunächst auch die Hessen nicht als sattelfest erwiesen, stand es nur 5:7. Doch die Fehlerhaftigkeit hielt an und der TVH verlegte sich nun überwiegend aufs Kontern (6:11). Der negative Höhepunkt wurde dann nach dem Seitenwechsel präsentiert. Trainer Daniel Müller bemühte zwar seine letzten beiden Grünen Karten (34./40.) innerhalb kürzester Zeit, aber viel änderte sich nicht. Auch der Einsatz des siebten Feldspielers half hier recht wenig. Dass Keeper Florian Steinbach zwei Siebenmeter und anderes abwehrte, fiel ebenfalls kaum ins Gewicht.  Die HGler wehrten sich zwar nach Kräften, aber eben ohne jeden nachhaltigen Erfolg. Angesichts des Auslassens von einigen Hüttenbergern "Hochkarätern" waren die Hausherren mit dem 10:24 (45.) noch gut bedient. Der Rest war reine Schadenbegrenzung. Den Schlusspfiff dürften viele als Erlösung empfunden haben.

Während Hüttenbergs Coach Arno Jung "eine sensationelle Abwehrleistung" seiner Jungs gesehen hatte, kommentierte Müller die 25 vergebene Angriffe der HG in Hälfte 2 mit: "Wir haben zu viele blöde Fehler gemacht. Da wurde der Unterschied zwischen einer gestandenen Bundesliga-Mannschaft und uns, die Lehrgeld zahlen mussten, mehr als eindeutig klar."

Jetzt bleibt dem Trainer-Trio nicht viel Zeit, Struktur in den Laden zu bekommen. Am Samstag, 16 Uhr, wartet mit der HSG Hanau ein nicht ungefährlicher Gastgeber.

HG: Steinbach; J. Hörner (5/3), Zacharias (1), Hideg, Schiller, Schleidweiler, S. Beck (4), Folz, Brand (2), Kruse, B. Hörner (1), Clarius (2), Redmann (1).