Nur wenige Sekunden und ein Gegentor weniger fehlten der HG Oftersheim/Schwetzingen zum erneuten direkten Einzug in die Jugend-Bundesliga Handball (JBLH). Jetzt kam mit der HSG Ostfildern ein neuer Player ins Rampenlicht der JBLH.

Ein Betreuer der HSG musste geahnt haben, dass es zwischen Ostfildern und der HG ein enges Rennen werden könnte. Er fragte nach, wie bei einem Unentschieden verfahren würde. Die Durchführungsbestimmungen wurden gewälzt und auch die spielleitende Stelle via Telefon kontaktiert. Zuvor hatten beide Teams ihre Aufgaben relativ souverän gelöst. Oftersheim/Schwetzingen hatte Helmlingen 22:17 und Günzburg mit 23:11 bezwungen. Ostfildern war mit 22:15 und 17:9 gegen diese Teams erfolgreich gewesen. Die Tordifferenz sprach also knapp für die Kurpfälzer. Die Partie war quasi ein Endspiel um den direkt zu vergebenden Bundesligaplatz. Und in der Tat, es entwickelte sich ein enges Rennen, bei dem mal die eine (5:3), mal die anderes Seite (12:14) im Vorteil war. Die Sache kulminierte in der Schlussminute. Marcel Meyer hatte den Ausgleich (15:15) hergestellt und zunächst zog der HSG-Coach seine Grüne Karte. Doch der schwäbische Angriff wurde abgefangen. Jetzt war es an HG-Trainer Bernd Meyer, seine Jungs zur Auszeit zu bitten. Doch war es ein Missverständnis, ein Fehler in der Kommunikation in der lauten Hallenatmosphäre voller Trommeln? Einige HG-Spieler meinten, noch ein schnelles Tor zum sicheren Bundesligaeinzug erzielen zu müssen. Doch die offene Deckung Ostfildern fing den Ball ab, ein Spieler brach durch und wurde siebenmeterreif gefoult. Die HG verlor dadurch 15:16.

Mit dieser Niederlage ist die erneute Qualifikation möglicherweise in weite Ferne gerückt. Die nächste Runde steigt am kommenden Wochenende in Konstanz, dass sich mit einem 19:19 gegen Bietigheim durchgezittert hat. Aber der HG könnte die halbe Mannschaft dafür abgehen. Zum Teil würden Spieler wegen Abitur fehlen. Andere sind wegen schulischer Veranstaltungen zwischen Estland und Portugal über ganz Europa verteilt.

Mit 29:17 schaffte auch Günzburg den Sprung nach Konstanz. Dort werden noch Haunstetten, Coburg und Göppingen vertreten sein.

HG: Fauerbach, Herb, Brang; Iwaniez, Nasgowitz, Hakic, Demel, Leibnitz, Weissenfels, Barthelmeß, Hirsch, Kain, Krämer, Theuer, Meyer, Kalabic. mj