Letztmalig hat die HG Oftersheim/Schwetzingen demnächst die Gelegenheit sich für die Jugend- Bundesliga Handball JBLH zu qualifizieren. Es wird dann das bereits fünfte Turnier im Laufe der aktuellen Qualifikationssaison für Oftersheim/Schwetzingen sein. Wir beantworten hier die wichtigsten Fragen zu diesem Termin. Mit neuen Infos vom 6.6.

 

Wie kann sich die HG noch qualifizieren?

Es findet nach Abschluss der jeweiligen Turniere in den fünf deutschen Quali-Bereichen eine bundesweite zentrale Endrunde statt.

 

Wann wird gespielt?

Am 11. und 12. Juni.

 

Wo wird gespielt?

Als neutraler Ort wurde Ahlen/Westfalen erneut bestimmt. Während die HG in einer Vierer-Gruppe spielt (samstags), sind in der paralellen Gruppe A nur drei Teams. Dort sind die HSG Konstanz und SF Budenheim bislang gesetzt.

 

Wer organisiert das Turnier?

Die gesamte JBLH – also Qualifikation und Spielrunde läuft (wie die 3. Liga) unter der Regie des Deutschen Handballbundes (DHB), nicht unter jener der Handball-Bundesliga (HBL). Für die zentrale Endveranstaltung ist der Paderborner Carsten Korte zuständig, der ansonsten die Quali-Region 3 (Oberligabereiche 6 – Westfalen – und 7 – Niederrhein/Mittelrhein) und die jeweilige Weststaffel betreut. Dieser überwacht die Veranstaltung, die zuvor von der Jugendspielkommission kurzfristig an einen (oder mehrere) neutrale(n) Verein(e) vergeben wurde.

 

In welcher Form wird dort gespielt?

Ursprünglich war als Modus laut Durchführungsbestimmungen (Dfb) ein Turnier in drei Vierergruppen geplant. Dabei war die Anzahl der auszuspielenden Restplätze noch unbekannt. Als sich nach Abschluss der Runden von A- und B-Jugend herausstellte, dass in der Endrunde noch sieben Teilnehmer gesucht würden, bekam jeder Quali-Bereich einen weiteren auszuspielenden direkten Platz in der Saison 2016/17 zugestanden. In der Region 5 holte sich Göppingen mit einem Last- Sekond-Sieg gegen die HG diesen. Jetzt verbleiben also nur noch zwei freie Tickets für die nächste Spielzeit, um die sich sieben Teams bemühen. Jetzt wird in zwei Gruppen eine Vorrunde gespielt (s.o.), anschließend bestreiten die jeweiligen beiden Ersten Überkreuzpartien. Die Sieger erhalten die JBLH-Tickets, die Verlierer ermitteln noch einen eventuellen Nachrücker.

 

Auf wen wird Oftersheim/Schwetzingen treffen?

Während HG-Rivale Konstanz aus dem Süden mit Budenheim und Nettelstedt in einer Dreier-Gruppe spielt, absolviert Oftersheim/Schwetzingen ein Viererturnier. Seine Gegner sind NARVA Berlin, Meerhandball und ein Team aus dem Westen, Harsewinkel. Die jeweils beiden Gruppenersten spielen dann über Kreuz die direkte Bundesliga-Teilnahme aus.

Kann es sein, dass ein Team auf einen möglicherweise aussichtslosen Auftritt bei der Endrunde verzichtet?
Das ist eher unwahrscheinlich. Denn in den Dfb heißt es: „Ein Verein, der seine Mannschaft aus der laufenden Qualifikationsrunde zurückzieht, hat das Recht verwirkt, in den zwei auf die Qualifikation folgenden Spieljahren“ an der JBLH teilzunehmen. „Dies gilt auch, falls sich der Verein direkt für . . . qualifiziert haben sollte.“ Außerdem wird das Zurückziehen mit einer Geldbuße in Höhe von 500 Euro belegt.

Kann ein dabei errungener Platz einer nachranging qualifizierten Mannschaft noch abgenommen werden? Stichwort: Wild Cards.
Nein. Die „berüchtigten“ und teilweise umstrittenen bis zu vier möglichen Wild Cards für die Nachwuchsabteilungen der HBL-Vereine wurden zwar in der Vergangenheit schon einige Male gezogen (Beispiele Eisenach und Göppingen), aber nie gewährt. Inzwischen ist dieses Instrument abgeschafft worden.

 

Wer spielt 2016/17 auf jeden Fall in der JBLH?

Da sind bislang 38 Mannschaften auf der sicheren Seite. Direkt in der Saison qualifizierten sich: (Nord) SC Magdeburg, THW Kiel, Füchse Berlin, VfL Potsdam, HSV Hamburg, TSV Burgdorf, (Ost) HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, DHfK Leipzig, TV Hüttenberg, TSG Friesenheim, HSG Wiesbaden, JSG Leutershausen/Heddesheim, (West) TSV Dormagen, GWD Minden, VfL Gummersbach, TuSEM Essen, HSG Lemgo, Bergischer HC, (Süd) JSG Balingen/Weilstetten, SG Pforzheim/Eutingen, SV Zweibrücken, SG Ottenheim/Altenheim, SG Kronau/Östringen, TSB Horkheim (zukünftig JH Flein/Horkheim). Über die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft der B-Jugend kamen hinzu: TV Großwallstadt, SG Flensburg/Handewitt, Eintracht Hildesheim, HSG Hanau, SG Meißenheim/Nonnenweier. Am letzten Wochenende schafften in ihrem Bereich Melsungen/Körle/Guxhagen, Hochheim/Wicker, Gelnhausen, Neuss, Herdecke/Ende den Sprung in die JBLH. Die doppelten Qualiplätze von SC Magdeburg, SG Kronau/Östringen, Füchse Berlin, GWD Minden, TuSEM Essen, TSV Burgdorf und SV Zweibrücken fielen dabei an den DHB zurück und bildeten die Grundlage für die nachträglich in den Qualifikations-Bereichen ausgespielten Plätze und für die nun anstehende Endrunde. Hätte es keine Doppelungen geben (kam noch nie vor), wäre die Endrunde entfallen. FA Göppingen, HSG Ostfildern, TV Bittenfeld und JSG Echaz/Erms haben sich hier im Süden den direkten Einzug gesichert. mj