Die Badenliga-Handballerinnen der HG Oftersheim/Schwetzingen knüpften fast nahtlos an ihre vorherigen Leistungen an. Sie feierten mit 26:24 (10:13) bei der höher gewetteten HG Saase ihren vierten Sieg in Folge und sicherten sich damit den Vorteil im engen Ringen um den dritten Rang. Vor einer gut gefüllten Zuschauerkulisse bewies der Gast, dass er in den wichtigen Phasen der zweiten Halbzeit kühlen Kopf bewahren kann, und in diesem Zeitraum die Partie zu seinen Gunsten entschied.


„Dabei zerrte das Spiel ganz schön an unseren Nerven“, meinte Rechtsaußen Lisa Kling, die erneut verletzt zum Zuschauen verdonnert war. Bereits zu Beginn zeichnete sich ab, dass diese Begegnung ein nicht leichter Kampf werden würde. „Jedoch war es uns bereits beim Pokalspiel vor Beginn der Runde schon gelungen, dem favorisierten Gegner die Stirn zu bieten“, erinnerte sich Kling – mit damals allerdings noch negativem Ausgang nach zweimaliger Verlängerung (33:35).
Kurz ins Schlingern geraten
Saase startete mit einer offensiveren Abwehrstellung. Dies kam zwar nicht überraschend, aber Oftersheim/Schwetzingen brauchte dennoch zunächst etwas Zeit, um sich darauf einzustellen. So gaben zuerst die Einheimischen in der Großsachsener Halle den Ton an (2:0, 3:1). Der Gast war aber bald auf Höhe des Geschehens (5:5, 6:7).
Doch über die Pause hinweg geriet Oftersheim/Schwetzingen kurzzeitig ein wenig ins Hintertreffen (14:10, 17:14/39.). Trainer Klaus Braun meinte rückblickend: „Ich habe von der Mannschaft in der Halbzeitansprache verlangt zu kämpfen. Und das hat sie nach einiger Zeit dann auch vorbildlich getan. Wir haben den Sieg letzten Endes mehr gewollt und deshalb verdient gewonnen. Ein großes Kompliment an die gesamte Mannschaft.“
Peglow mit schnellen Beinen
Denn mit starker, geschlossener Mannschaftsleistung gelang es dann, sich immer näher an den Gegner heran zu kämpfen. Torchancen wurden nun besser verwertet, die Abwehr stand kompakter und die überragende Torhüterleistung von Bianca Stan machten die Trendwende möglich.
Hervorzuheben ist dabei Isabell Peglow, die durch ihre schnellen Beine so manchen Treffer im Eins-gegen-Eins erzielte. So auch den erneuten Gleichstand zum 20:20 (46.). Nina-Maria Münch, Tamara Gölitz, Tatjana Koch und noch zweimal Peglow stellten das bisherigen Geschehen dann auch gründlich auf den Kopf (20:25/56.)


HG O/S: Stan; Blagogevic (1), Bosse, Braun, Brückner, Gölitz (6), Kolb (2), Kubach, Koch (6), Marmol-Carmona (4), Münch (2), Peglow (5), Ullrich.  mj