Einen Vorgeschmack auf das, was die HG-Handballerinnen in der anstehenden Badenliga-Saison erwartet, bekam Oftersheim/Schwetzingen im Halbfinale des Kreispokals zu spüren. Der Aufsteiger verlor im ersten Halbfinale gegen die HG Saase, die letzte Saison nur knapp am Oberliga-Aufstieg verbeigeschrammt ist, mit 33:35 (11:14, 30:30, 31:32).

Die Entscheidung fiel dabei erst in vorletzten Minute der zweiten Verlängerungsphase. Einer sauberen Balleroberung und eingeleitetem Konter folgte ein unglücklicher Querpass in die Hände einer Gegnerin. Die nicht zurückgelaufenen Saase-Spielerinnen hatten dadurch gegen das aufgerückte Heimteam leichtes Spiel zum vorentscheiden 32:34 einzuwerfen. Trotz des Ausscheidens war Trainer Klaus Braun nicht ganz unzufrieden mit Spielausgang und -verlauf. Schließlich musste sein Team auf eine ganze Reihe von Stammakteuren verzichten.

Zunächst verlief die Partie ausgeglichen (6:6), dann setzte sich der Favorit von der Bergstraße fast erwartungsgemäß deutlich ab (9:14, 13:18). Doch der Außenseiter gab sich noch nicht geschlagen, war beim 17:18 nicht nur wieder dick im Geschäft, sondern übernahm nun bis fast zum Spielende das Kommando (26:23 bis 30:28). Aber eben nur fast bis zum Abpfiff. Die Gäste, mit Jessica Ganshorn und Nina Fendrich in ihren Reihen, erwiesen sich – nun für den Endspurt in Überzahl – als cleverer und erzwangen noch die Verlängerung.

Ein zweites Halbfinale kam nicht zustande, da der TV Edingen sich nicht in der Lage sah, ausreichend Spielerinnen aufzubieten. Der SV Waldhof stand so kampflos und ausgeruht im Endspiel, hatte aber nicht den Hauch einer Chance. Saase trug mit 40:13 eindeutig den Sieg und somit den Pokal davon.

HG: Stan, Wieczorek; Kubach (2), Peglow, Braun, Brückner (2), Rother (3), Ullrich, Münch (3), Blagojevic, Bosse (1), Koch (15/5), Kolb (7/1).      mj