Rechnerisch hat die HSG St. Leon/Reilingen den Klassenerhalt in der Handball-Badenliga nun vorzeitig in der Tasche. Der Aufsteiger ist ohnehin die bestplatzierte Mannschaft des hiesigen Quartetts, das unsere Region in der höchsten Spielklasse des Verbandes repräsentiert.

Nicht ganz vor dem Abstieg gefeit sind hingegen der HSV Hockenheim und die HG Oftersheim/Schwetzingen II, die sich aber nicht ernsthaft Gedanken machen sollten. Insgesamt ist theoretisch noch die Hälfte der 14 Mannschaften bedroht. Aber extrem brenzlig ist die Situation für die TSG Eintracht Plankstadt. Der Vorletzte tritt jetzt am Sonntag (17.30 Uhr) zum Krisengipfel und Kellerduell beim punktgleichen Schlusslicht TV Bretten an und somit zu einer Partie von höchster und möglicherweise vorentscheidender Bedeutung. Aktuell ist nach Lage in 3. und Oberliga mit zwei Teams zu rechnen, die die Badenliga verlassen müssen. Der Verlierer dieses „Finales“ hat also ganz schlechte Karten.

„Trotz der unglaublichen Vielzahl an verletzten Leistungsträgern haben wir die letzten Wochen immer angedeutet, welches Leistungsvermögen wir haben. Wir machen uns aber dennoch das Leben einfach immer selbst schwer. Wir müssen beweisen, dass wir als Mannschaft besser sind als unser Tabellenplatz. Ausreden zählen jetzt endgültig nicht mehr, es geht um alles, was wir uns die letzten Jahre aufgebaut haben“, appelliert der verletzte Kapitän Axel Schöffel.

Mit in der Verlosung steht auch noch der TV Knielingen (zwei Punkte mehr), der zeitgleich in der Jahn-Halle Gast beim HSV ist. Auf ihrem Vorsprung wollen sich die Hockenheimer nicht ausruhen. Trainer Daniel Müller und sein „Co“ Hendrik Nees haben Klartext gesprochen und deutlich gemacht, „dass es ab sofort keinen Schönheitspreis mehr zu gewinnen gibt, sondern wir müssen versuchen, so schnell wie möglich ein ausgeglichenes Punktekonto zu erreichen, damit es für uns doch noch einen akzeptablen Saisonabschluss gibt.“

Den will auch die HG erreichen, wenn sie um 18 Uhr die Klingen mit der HSG kreuzt (Karl-Frei-Halle Oftersheim). Auch dem gastgebenden Coach Mathias Polifka wäre wohler, „wenn wir noch ein paar Punkte auf unser Konto laden“. Außerdem erwartet er eine deutliche Steigerung in der Angriffseffizienz. St. Leon/Reilingen allerdings würde gerne seine seit sechs Spieltagen anhaltende Niederlagenserie beenden.  mj/zg