HG II - TV Bretten 30:23 (12:9)

Einen Pflichtsieg gegen das Schlusslicht der Handball-Badenliga errang die HG Oftersheim/Schwetzingen II, die den TV Bretten mit 30:23 (12:9 ) in die Schranken wies. Sie schien sich leicht zu tun (4:0, 8:2, 10:3), doch Nachlässigkeiten im Angriffsverhalten, ließen die Partie phasenweise spannend werden (10:8). Auch nach der Pause war ein 15:11 noch nicht die Vorentscheidung (16:14). Dann aber wurde die Begegnung, wie von Trainer Mathias Polifka gefordert, „heimgeschaukelt“.

War das Warmmachen noch eine unkonzentrierte, laxe Angelegenheit, ohne jegliche Anspannung, aber vielleicht voller verfrühter Siegesgewissheit, kam das Heimteam dann topmotiviert auf die Platte. Florian Siegel – wenn er vorgezogen deckte – zerstörte jeglichen ordentlichen Spielfluss der Kraichgauer, die fünf Mann dahinter bildeten eine undurchdringliche Mauer, und was durch deren koordinierte Lücken durchkam, wurde Beute von Keeper Marius Gabel. Sechs Würfe und einen Siebenmeter fischte er in den ersten zehn Minuten heraus – die Null stand. „Da waren wir sehr konzentriert in der Abwehr und spielten deshalb mit einem starken Marius Gabel im Rücken einen klaren Vorsprung heraus“, lobte Polifka. Doch schon zu diesem Zeitpunkt erwies sich der Angriff als mögliche Schwachstelle, ließ etliche gute Gelegenheiten aus, so dass es „nur“ 4:0 stand.

Als dann die Konzentration im Deckungsverhalten allmählich nachließ (das einschläfernde gegnerische Spielverhalten hinterließ seine Wirkung), war der Außenseiter zur Stelle und machte den Hausherren phasenweise das Leben richtig schwer. „In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit schlichen sich ein paar individuelle Fehler in der Abwehr ein und wir hatten etwas Schwierigkeiten mit der Auswahl der Abschlüsse. Draus resultierte die nur die knappe Führung zur Pause“, sah auch der Coach die Schwachpunkte, die er dann in der Kabine ansprach.

Nach dem erwähnten 16:14 schraubten die Gastgeber aber ihre Fehlerquote für die letzten 20 Minuten quasi auf Null und setzten sich kontinuierlich ab (22:16, 25:19). „Wir haben uns dann bessere Würfe genommen und hatten zum Ende hin keine Probleme, den Vorsprung zu verwalten. Alles in allem war es ein gutes Spiel gegen eine in ihren Möglichkeiten begrenzte Mannschaft“, meinte Polifka in seinem Fazit.

HG: Gabel, Gärtner; Lahme (2), Geisler (5), Siegel (5), Lux, Fink, Wiegand (6/5), Fendrich, Dexheimer, Demel (3), Leibnitz (9/2), Hahne.    mj