Es stand fast zu erwarten, beim Badenliga-Zweiten TSV Birkenau vermochten die Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen nichts zu reißen. Aber sie schlugen sich wacker und unterlagen „nur“ mit 27:33 (13:17). Unbändiger Kampfgeist wurde ihnen auch von Hausherrenseite bescheinigt.

Denn auf Grund der verschiedenen Ausfällen trat der Gast nur mit acht Feldspielern – inclusive Justin Hahne, der durch eine Fußverletzung stark gehemmt war – an. Es mussten sich somit einige Spieler beweisen, die in der Mannschaft eigentlich nicht vollständig integriert waren.

„Ein durchaus schwieriges Unterfangen“, empfand Trainer Mathias Polifka. „Dennoch haben wir im Angriff öfter gute Lösungen gegen die defensive 5:1-Abwehr gefunden und blieben auf Tuchfühlung“, sah er die positiven Aspekte. Aber durch technische und individuelle Fehler und drei verworfene Siebenmeter, schaffte es sein Team nie, sich so ganz an den Gegner ranzuarbeiten, um die Partie richtig spannend zu halten.

Früh hatte Polifka eingesehen, dass ohne Manndeckung gegen Birkenaus Gerrit Frey überhaupt keine Chance in Sicht ist, den TSV-Angriffswirbel zu stoppen. Die fällige Abwehrumstellung war aber nicht ganz von Erfolg gekrönt. „Wir mussten dann leider hinnehmen, dass es viele Räume gab, die schwierig zu verteidigen waren. Birkenau spielte dazu noch viel über den Kreis, was uns schwer zu schaffen machte“, meinte Polifka in seiner Analyse zu den zu vielen Baustellen in seiner Deckung.

Der Sieg für Birkenau geht seiner Meinung nach so auch in Ordnung, obwohl er sich sicher sei, dass mit dem einen oder anderen Spieler mehr, auch mehr hätte drin sein können. Denn erst nach 26:24 (47.) ging seiner dünn besetzten Truppe etwas die Luft aus – zumal auch Robert Lux nach dritter Hinausstellung schon vor Abpfiff (54.) seinen Dienst beendete..

Den Odenwäldern kam der Sieg mehr als gelegen, denn die direkte Konkurrenz im Rennen um den Relegationsplatz, St. Leon/Reilingen und Pforzheim/Eutingen II, patzte nahezu gleichzeitig. „Es war für uns ein erfolgreiches Wochenende“, schmunzelte Sascha Höhne, der bester Torschütze (9/5) des TSV war. Für die HG bleibt es indes im Abstiegskampf eng, da die meisten Tabellennachbarn punkteten.

HG: Gärtner, Sartorius; Geisler, Siegel (6), Lux (4/1), Fink (6), Dexheimer (3/1), Wiegand (1), Hakic (7/2), Hahne. mj