HG II bezwingt Eggenstein 30:27

Vier Badenliga-Spiele in Folge blieb die HG Oftersheim/Schwetzingen II sieglos. Jetzt durften die Kurpfälzer Handballer wieder einen Sieg bejubeln. Sie bezwangen die TG Eggenstein mit 30:27 (18:15).

„Ich bin froh, dass wir das Spiel nach langer Durststrecke gewonnen haben. Nach einer durch technische Fehler geprägten Anfangsphase haben wir uns gefangen und unser Konzept umgesetzt. Dadurch erarbeiteten wir uns ein kleines Drei-Tore-Polster, das wir da und in der zweiten Halbzeit hätten ausbauen müssen. Da haben wir zu viele ,Freie‘ liegen lassen“, fasste HG-Trainer Matthias Polifka das Geschehen aus seiner Sicht prägnant zusammen. „Wir haben die TGE dadurch zurück gebracht und das Spiel wieder offen gemacht. Letztlich haben wir mit etwas Glück, aber auch großen Willen die Partie für uns entschieden.“

Seine Männer starteten zunächst schwach (2:5), fanden aber spätestens nach dem 7:10 die richtigen Antworten (12:11). Angeführt von einem starken Jan Dexheimer auf der Mitte und an der Spitze des Abwehr, dominierte das Heimteam jetzt die Partie, musste sich aber den Vorwurf gefallen lassen, zu viele gute Möglichkeiten nicht genutzt zu haben. Wurde konsequent gespielt, gab es auch Torerfolge, Fehlwürfe waren Mangelware.

Diese stellten sich dann kombiniert mit Fangfehlern und Fehlpässen nach der Pause ein. Eggenstein kam nach dem 21:18 wieder auf, übernahm kurz das Kommando (22:23). Doch auf die Abwehr war weitgehend Verlass. Organisiert von Florian Siegel mit den A-Jugendlichen Alexander Leibnitz und Valentin Demel an seiner Seite vor einem gut aufgelegten und motivierten Torhüter Marius Gabel, wurde den gegnerischen Angreifern der Zahn gezogen. Doch bis zum 28:27 blieb – auch wegen einiger Zeitstrafen – es spannend. Als Demel den vermeintlichen vorentscheidenden Treffer setzte, hatte sein Coach bereits fünf Sekunden vorher die Grüne Karte gelegt (59:18). Er könne ja nicht ahnen, dass sein Team sich so schnell durchsetzen würde, argumentierte er. Dafür ging sein Plan auf. Unter Zeitspielnot setzte Siegel den wichtigen Nadelstich und traf auch noch abschließend ins verwaiste Eggensteiner Tor, als die TGE alles auf eine Karte gesetzt hatte.

„Florian war nicht nur Sieggarant, sondern auch in der Abwehr verlässlich. Valentin war wie so oft Aktivposten im Angriff. Insgesamt haben vorne fast alle gute Ansätze gezeigt“, war Polifka zufrieden. So zum Beispiel auch Justin Hahne, der am Kreis mit einigen hervorragenden Aktionen glänzte. Und Adrian Wiegand hatte verlässlich seine rechte Seite im Griff.

HG: Herb, Gabel; Fellhauer, Siegel (8), Lux (1), Fink, Fendrich, Dexheimer (4), Demel (8/2), Wiegand (3), Leibnitz (4), Hahne (2), Hakic.                mj