In einem spannenden Badenliga-Spiel ohne Bedeutung für beide Beteiligten bezwang die HG Oftersheim/Schwetzingen II den designierten Absteiger HC Neuenbürg mit 33:26 (14:12). Die Gäste vom Nordrand des Schwarzwalds überraschten zu Beginn mit einer Aufstellung, die ihren besten Torschützen Artur Pietrucha zunächst auf der Bank beließ.

So griff die von HG-Coach Christian Vrancic verordnete Dauerbewachung des Goalgetters zunächst nicht und die Gastgeber taten sich die ersten Minuten in der Abwehr etwas schwer. Nach einem offenen Schlagabtausch bis zum 6:6 in der 11. Minute, bei der beide Deckungsreihen eine hohe Durchlässigkeit aufwiesen, setzte sich die HG-„Ib“ durch einen beherzten Zwischensprint auf 11:6 ab. Allerdings wurde es in der Folgezeit versäumt, bereits früh den Deckel auf die Partie zu setzen und den Gästen wurde immer wieder die Gelegenheit geboten, in der Partie zu bleiben und aufzuschließen. Zur Halbzeit durfte so nur durchgeschnauft werden und trotz äußerst ausgelassener Stimmung zum Rundenabschluss, wurde der letzte Wille noch nicht so richtig aktiviert.

In Halbzeit 2 bot sich zunächst ein ähnliches Bild. Die Gastgeber zogen leicht wieder weg (19:15, 20:16), schafften es aber nie, die stark kämpfenden Neuenbürger abzuschütteln. Vor allem Marco Langjahr auf der halblinken Position durfte walten wie ihm gefiel. 13 Tore standen am Ende auf dessen Konto.

Als die Neuenbürger mit 22:22 den Spielstand nach langer Zeit wieder egalisierten, sahen die lautstarken Fans, unter ihnen ebenfalls ihren Rundenabschluss feiernde „Icler“, die Felle der HG langsam davon schwimmen. Doch wie so oft in dieser Runde hatte die Oberliga-Reserve der HG noch einen Gang parat und legte diesen genau zum richtigen Zeitpunkt ein. Über 24:24 wurde dem Gegner endgültig den Zahn gezogen und Oftersheim/Schwetzingen legte entscheidend auf 32:25 vor. Robert Lux, der den 30. Treffer am Sieben-Meter-Strich zunächst „verweigerte“ (O-Ton von der HG-Bank), diesen dann aber doch noch markierte, dürfte sich über die dafür fälligen Zahlungen noch bis weit in den Sommer ärgern.

Den Endstand stellte schließlich Arthur Fink her, der an diesem Tag eigentlich pausieren sollte. Jedoch setzte ein Besuch beim Imbiss am Vortag Mittelmann Max Brümmer außerplanmäßig außer Gefecht und Fink, der Ältere, durfte noch einmal heran. Für Zungenschnalzer und tobende Ausbrüche auf der Tribüne sorgte dabei das elegante Verwandeln des Treffers mit der linken Nichtwurfhand des Schützen. Dieser schleppt sich seit Rundenanfang mit starken Schulterbeschwerden durch die Runde und konnte mit rechts schon seit Monaten kaum noch das Tor erreichen.