Coach einigermaßen zufrieden-Punkt aber weg

Die HSG St. Leon/Reilingen hat durch einen 26:23 (13:11)-Arbeitserfolg das Badenliga-Duell mit der HG Oftersheim/Schwetzingen II nach einer kleinen Durststrecke von vier sieglosen Handball-Begegnungen für sich entschieden.

In einem von beiden Seiten mäßig geführten Spiel knüpfte das HSG-Team nur phasenweise an die guten Leistungen zu Rundenbeginn an. Der Gast hatte etliche Ausfälle zu verkraften und zeigte nicht immer seine wahre Leistungsstärke. Mehrere Leistungsträger, die eigentlich für die Stammformation vorgesehen waren, fielen aus unterschiedlichen Gründen aus.

Die verbliebenen, meist sehr jungen Spieler, waren nun in der Verantwortung und lösten diese Aufgabe nach Aussage ihres Trainer Matthias Polifka überwiegend recht zufriedenstellend. Sein Kritikpunkt war die fehlende Geduld im Angriffsverhalten, deswegen forderte er in einer Auszeit in der zweiten Hälfte „klareres Spiel“ der Seinen ein.

Technische Unzulänglichkeiten und zu viele vergebene Torchancen, aber auch eine Portion Wurfpech kennzeichneten das Duell.

Während die HG ein sehr statisches, ja überlegtes Spiel aufzog, oftmals nahe am Rande der Passivität, versuchten die Gastgeber – wenigstens teilweise – ihr druckvolles Spiel aufzuziehen.

Schmidt gewinnt Torhüterduell

Dies gelang vor allem im zweiten Durchgang, als endlich auch der Abwehrverbund der HSG konzentrierter agierte und die HG nach technischen Fehlern den Hausherren das Wurfgerät auf dem Präsentierteller servierte.

St. Leon/Reilingens Torhüter Marc Schmidt bot eine starke Leistung und gewann das Fernduell gegen Benjamin Satorius und Maximilian Herb, seinen beiden Konkurrenten. In der Offensive überzeugte Jonas Krepper, der die gegnerische Abwehr düpierte und besonders bei Schnellangriffen sich gut in Position brachte. Die Oftersheim/Schwetzinger wirkten zwar durch ihre Anspiele an den Kreis und durch Kreuzbewegungen oft recht gefällig, rannten sich aber zeitweilig auch in der kompakten gegnerischen Defensive fest. Letztendlich wirkten die Gastgeber spielfreudiger, kampfstärker und effektiver und waren Mitte des ersten Durchgangs und im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte das optisch überlegene Team.

Jeweils nach ein paar spielerischen Aussetzern wusste das Heimteam seine Vorteil zu nutzen. So als es von 5:5 (14.) auf 9:5 (19.) davonzog oder nach dem 16:15 (37.) – als in Überzahl die Vorentscheidung mit 20:15 (43.) und 25:18 (52.) herbeigeführt wurde.     krau/mj 

 

Stimmen

HSG-Trainer Bernd Feldmann: „Es gab eine extreme Unsicherheit bei meinem Tean. Daraus resultierten viele technischen Fehler. Aber es ist gekämpft worden, trotz unseres nervösen Spiels. Die Leichtigkeit vom Rundenbeginn ist verloren. Der Sieg war wichtig.“

HG-Coach Matthias Polifka: „Meine Jungs haben das, auch in Anbetracht der vielen Ausfälle, spielerisch gut gelöst. Hinten haben sie meist antizipativ in der Deckung gearbeitet, das hat mir gut gefallen. Wenn nur die phasenweisen Aussetzer nicht gewesen wären.“

 

HSG St. Leon/Reilingen – HG O/S II    26:23

HSG: Schmidt, Jacobs; Budjos (1), Rausch (2), Schmitt (1), Lechner (3), Kikillus (4), Krepper (8.), J. Antl, Decker (7/3), Menger, Huber, Brenzinger.

HG: Sartorius, Herb; Fink (4), Fendrich (4/2), Dexheimer (1), Demel (6), Wiegand (3/1), Leibnitz (1), Olbert, Hahne (2), Krämer (2).

Spielfolge: 5:5, 9:5, 10:9, 12:9, 13:11 (HZ), 16:15, 20:15, 25:18, 26:23.

Schiedsrichter: Kahrmann/Kahrmann. Siebenmeter: 3/3: 5/3. Zeitstrafen: 4:8 Minuten.