Eine ziemlich verkorkste erste Halbzeit vermasselte der HG Oftersheim/Schwetzingen II den möglichen nächsten Heimerfolg. Gegen den TV Knielingen war sie zur Pause mit 9:14  im Hintertreffen, am Ende unterlag sie mit 23:27.

Mit erneut neuformiertem Mittelblock ging die HG in dieses Rennen. Florian Siegel sollte mit Niklas Krämer an seiner Seite das Zentrum in der heimischen Abwehr zumachen. Dies gelang jedoch nicht immer perfekt. Mit ein Grund, warum in der zweiten Halbzeit teilweise auf eine 3:2:1-Formation umgestellt wurde, mit Siegel an der Spitze. Der ursprüngliche Plan, hinten mit stabiler Deckung Ballgewinne zu generieren und den Gegner aus zu kontern, totzulaufen, ging definitiv nicht auf. Der Hausherr musste versuchen, sich im Positionsspiel zu behaupten. 

So verlief die Geschichte bis zum 5:5 (15.) ausgeglichen, dann kam der große Einbruch. Die recht offensiv ausgerichtete Karlsruher Abwehr, immer wieder mit eingestreuter Manndeckung gegen verschiedene HG-Akteure, bereitete Oftersheim/Schwetzingens Angreifern zunehmend mehr Probleme. Auf der anderen Seite wurde der Gastgeber phasenweise regelrecht abgeschossen. Beim 7:13 (27.) war der Tiefpunkt erreicht. Spielertrainer Christoph Lahme schimpfte in der Pause über sich und seine Nebenleute: „Wir sind viel zu statisch, keiner will in die Lücken stoßen“, und forderte mehr Körperspannung für Teil 2.

Die neue selbstbewusstere Ausrichtung war dann auch sichtbar, ohne zunächst zählbare Auswirkung zu haben (10:16). Doch allmählich schien sich der Trend zu wandeln. Die HG kam – obwohl immer noch recht fehlerhaft agierend – besser ins Rollen, holte mehrfach bis auf drei Tore Rückstand auf (17:20, 21:24). Doch jedes Mal bei HG-Überzahl, wussten sich die Knielinger stärker in Szene zu setzen, markierten die für sie dann so wichtigen Treffer. Als in der Schlussminute Valentin Demel das 23:25 erzielte, war es schon zu spät, um noch eine Punkteteilung zu erzwingen.

HG: Sartorius, Herb; Lahme (9), Siegel (5), Krämer (1), Fink (1), Fendrich (3/3), Dexheimer, Demel (1), Wiegand (1), Leibnitz (1), Hahne (1).          mj