Im einem Kampfspiel sondergleichen sicherte sich die HG Oftersheim/Schwetzingen mit einem 22:17 (13:6) über die SG Pforzheim/Eutingen II im Duell zweier ähnlicher Mannschaften die nächsten wichtigen Zähler in der Handball-Badenliga.

Ähnlich sind sich die Teams in ihrer Aufgabenstellung, Zielsetzung. Als Unterbau von Drittligisten steht neben dem Klassenerhalt der Ausbildungsgedanke im Vordergrund. Und so wird den möglichen Kandidaten die Chance eingeräumt, ausreichend Spielpraxis zu sammeln. Durch anhaltende Rotation und Ausfälle steht Woche für Woche ein neuer Mittelblock im Zentrum des Abwehrgeschehens bei der HG. Dieses Mal wurde er von  Jannik Geisler und Christoph Lahme gebildet. Spieltrainer Lahme ist ohnehin der Dreh- und Angelpunkt sowie Antriebsmotor seiner Mannschaft.

Beide Seiten starteten mit einer kompakten 6:0-Formation, beide zeigten gesundes, diszipliniertes Rückzugsverhalten (wie von den Coaches gefordert), was kaum Schnellangriffe jeglicher Art ermöglichte und die Torarmut über weite Phasen erklärt. Doch der Vorteil in der Ausbeute lag dann weitgehend beim Gastgeber (5:3, 10:5), was der geringen Fehlerquote im Angriffsverhalten und auch Torhüter Max Herb hinter seinem soliden Defensivbollwerk geschuldet war.

Nach der Pause hatte sich SG-Trainer Carsten Lipps für eine extrem offensive Deckungsvariante entschieden, die gegen Ende den Gegner sogar noch vor der Mittellinie versuchte zu stellen. Nur kurz geriet der Hausherr dabei ins Straucheln, produzierte nach der Pause zunächst nur technische Fehler. Der Schaden blieb indes überschaubar (13:8).

Dann sorgten vor allem die jungen Akteure für Furore. Geisler, Alexander Leibnitz, Valentin Demel und Herb setzten die nächsten Nadelstiche. Herb nutzte überlegt eine Überzahlsituation aus, denn die SG nahm bei Zeitstrafen prinzipiell den Torwart vom Feld (16:9, 18:10). Es fiel später auch nicht zu sehr ins Gewicht, dass Lahme nach dritter Zeitstrafe auf die Tribüne musste (19:15/52.). Locker über die Zeit zu bringen war der Vorsprung zwar nicht, aber da die Konzentration bis zum Schluss vorhanden war, wurde der Erfolg über die Ziellinie gefahren. Trainer Matthias Polifka war zufrieden, dass seine Ansprachen und Vorgaben dieses Mal besser umgesetzt wurden.

HG: Herb (1), Sartorius; Lahme (4), Geisler (3), Ziegler, Fink, Fendrich (3/1), Dexheimer, Demel (6), Fellhauer (1), Leibnitz (4/1), Olbert, Hahne.  mj