Gut 40 Minuten lang spielten die Handball-Badenligisten HG Oftersheim/Schwetzingen II und TSV Birkenau auf einem Niveau, lieferte der Außenseiter dem Favoriten einen offenen Fight – letztendlich zu wenig. Umso mehr schmerzte die 24:28 (11:12)-Niederlage am Ende die Heimmannschaft. „Was nützt uns eine spielerische Steigerung, wenn am Ende nichts rausspringt. So kommen wir nicht weiter“, ärgerte sich Spielertrainer Christoph Lahme über die Vorgehensweise seines Teams (sich selbst eingeschlossen) nach dem 20:18 (46.).

Beim misslungenen Start in die Partie keimten böse Erinnerungen an Vergangenes hoch. Doch nach 1:4 berappelten sich Deckung mit dem nun starken Torhüter Marius Gabel und auch die von Lahme unermüdlich angetriebene Angriffsformation. Die Halben Thorsten Micke (der zwischendurch immer wieder Manndeckung vom Ex-Teamkameraden Philipp Kinscherf genoss) und Christian Fendrich hatten Mass genommen und über 3:7 und 7:10 fand die Partie ihren recht ausgeglichenen Verlauf. Und nach dem Seitenwechsel hatte die HG zunächst sogar mehrheitlich die Nase vorne (16:13).

So auch noch beim erwähnten 20:18 von Jugend-Kreisläufer Niklas Krämer. Dann häuften sich wieder die Fehlabschlüsse und Birkenau zog über 20:22, 22:23 auf ein vorentscheidende 22:25 (56.) davon. Letztlich rannte der Hausherr mit seiner aufkommenden Hektik, dem Mangel an Geduld dem Favoriten ins offene Messer.

"Ich bin mit dem Spiel im Großen und Ganzen zufrieden. Wir haben aber leider in der entscheidenden Phase individuelle Fehler gemacht, sind dadurch in einen Rückstand geraten, der nicht mehr einzuholen war", trauert auch Trainer Matthias Polifka der entgangenen Chance nach. "Auf diese Leistung können wir aufbauen."

HG: Gabel, Satorius; Lahme (4), Siegel, Krämer (3), W. Fink, Fendrich (6/1), Dexheimer (3), Micke (8), Demel, Schöfer, Ziegler, Leibnitz, Hahne.    mj