Die reguläre Saison in der 3. Handball-Liga ist nun auch wieder Geschichte, allerdings müssen manche noch in der Relegation nachsitzen. Die Südstaffel bot an ihrem Schlusstag aber doch reichlich Spannung, sei es im Fernduell um den Titel oder um die Teilnahmemöglichkeit am DHB-Pokal – so sie denn erwünscht ist. Im Abstiegskampf waren hingegen die Fronten schon vorab geklärt.

SG Nußloch – SG Kronau/Östringen II  31:28 (17:13)

Nach der Pleite der Vorwoche hing sich Kronau/Östringen noch einmal voll rein. Nußloch musste sich seinen Titel schwer erkämpfen, denn beim 22:22 und 23:23 drohte das Match zu kippen. Doch dann war große Feierstimmung in der voll besetzten Nußlocher Olympiahalle angesagt. Die Partybiester wurden am nächsten Morgen sogar noch am Marktplatz gesichtet.

TSB Horkheim – TV Hochdorf 30:21 (12:13)

Ebenfalls schwer tat sich Horkheim, wahrte seine Chance auf den direkten Einzug in die 2. Liga mit einer Steigerung gegen Ende von Halbzeit 2  nach dem 19:18 (48.). Doch der von TSB-Seite erhoffte Ausrutscher der SGN blieb ja aus. Hochdorf wie Kronau/Östringen erhielten für ihr sportliches Engagement Lob von allen Seiten. Für die nun anstehende Aufstiegsrelegation musste Horkheims Coach Jochen Zürn seinen Urlaub abblasen. Hagen statt Thailand heißt die neue Destination.

SG Köndringen/Teningen – TGS Pforzheim  33:34 (13:21)

Die SG schaffte nach aussichtsloser Lage zur Pause noch einmal mit einer Energieleistung ein drohendes Debakel abzuwenden. Eine Belohnung in Punktform unterblieb indes. Dennoch darf Köndringen/Teningen als achtplatziertes Team im August im DHB-Pokal starten.

HBW Balingen-Weilstetten II – VfL Pfullingen  32:28 (18:16)

Das Schwaben-Derby mutierte ebenfalls zu einer spannenden Angelegenheit. Erst nach dem 26:26 schwamm sich HBW mit vier Treffern in Folge ein wenig frei. Im VfL-Lager wurde indes die zu hohe Summe der Fehler moniert. Außerdem wurden mit Robin Keupp und Florian Möck wieder Verletzte registriert.

TVG Großsachsen – HC Oppenweiler/Backnang 27:23 (14:11)

Feierstimmung für die beste Saison aller Zeiten beim TVG, etwas Katzenjammer beim Gast, der die mehrfach vorhandene Chance zur Wende der Partie nicht ergriffen hatte. Das überwiegend positive Saisonfazit der Vorwoche beim HC blieb davon unberührt.

HG Oftersheim/Schwetzingen – SV Zweibrücken 28:25 (12:12)

Der Aufsteiger durfte sich nach durchwachsener Rückrunde so richtig feiern. Beide Seiten gingen erheblich dezimiert in dieses Match, was sich aber kaum auf die intensive Spielweise auswirkte. Ein 23.17 war noch keine Vorentscheidung. Ein Kempa des SVZ von Tim Schaller leitete eine Aufholjagd ein (26.25), ein Einwurf von Alexander Sauer auf seinen ebenfalls in den Kreis segelnde Bruder Lukas beendete diese.

TSG Haßloch – TuS Fürstenfeldbruck 26:26 (12:14)

Der TSG wurde Kampfgeist bescheinigt, aber auch eine schlechte Spielweise attestiert. Trainer Tobias Job stand aber kein gelernter Mittelmann mehr zur Verfügung. Letztlich waren beide Seiten mit der Punkteteilung zufrieden, auch wenn Haßloch damit knapp die angestrebte DHB-Pokal-Teilnahme verpasste.

SG Pforzheim/Eutingen – VTV Mundenheim 29:29 (14:17)

Die SG wollte sich etwas Schwung für die anstehende Abstiegsrelegation holen. Das Remis gegen den Vorletzten erscheint da etwas dürftig. Auch werden dort SG-Trainer Alexander Lipps vier Stammkräfte fehlen. Ebenfalls mit der Reaktionsschnelligkeit seiner Leute haderte Lipps. Beinahe zehn Abpraller seien allesamt beim Gegner gelandet. mj