Entscheidung auf Schlusstag verschoben - Hochdorf und Kronau/Östringen II sind die möglichen Zünglein an der Waage

Entscheiden Hochdorf und Kronau/Östringen II die Meisterschaft? Diese Frage hing vor dem vorletzten Spieltag im Raum, und bleibt vorerst weiter in der Schwebe. Denn sie sind sowohl dieses Wochenende die Gegner der beiden Spitzenteams gewesen und werden es mit vertauschten Rollen auch am kommenden sein. Aber zumindest jetzt ließen die Favoriten nichts anbrennen, die Außenseiter brachten sie quasi nicht ins Stolpern.

TV Hochdorf – SG Nußloch 23:30 (12:13)

Doch danach sah es bis kurz nach der Pause noch nicht aus (13:13), dann gab der Spitzenreiter mächtig Gas (15:21/45.) – diese Nummer war durch. Der in Hochdorf lebende SGN-Coach Christian Job erkannte aber auch an, dass der TVH aus seinen begrenzten personellen Möglichkeiten (nur sechs Feldspieler des Drittliga-Kaders) das Maximum herausgeholt hätte.

SG Kronau/Östringen II – TSB Horkheim 23:40 (9:17)

Fast gleich Nägel mit Köpfen machte der punktgleiche SGN-Verfolger Horkheim. Die SG hatte nach dem 7:8 (16.) ihr Pulver mehr oder weniger restlos verschossen. Für Aufsehen sorgten dann einige Spitzen von TSB-Coach Jochen Zürn aus dem Trainer-Gespräch in Richtung Nußloch. Er werde jedenfalls Kronau/Östringen am Wochenende mindestens einen Daumen drücken, damit sein Team vielleicht doch noch den direkten Aufstieg realisieren kann.

TGS Pforzheim – TSG Haßloch 29:23 (16:12)

Ein Pforzheimer Keeper Jonathan Binder mit teils unglaublichen Reflexen auf der einen Seite, reihenweise frei verworfene Bälle auf der anderen – es liegt im Auge des Betrachters, wessen Seite er mehr zugeneigt ist, welchen Standpunkt er mehr zu seinem machen möchte. Ein Debakel bahnte sich für die Gäste beim 24:17 (48.) an, welches dann noch verhindert wurde, auch weil die TGS sich auf Kontrolle beschränkte.

VTV Mundenheim – HBW Balingen-Weilstetten II 30:31 (15:16)

Dran gezweifelt hat kaum noch einer, jetzt ist Mundenheim auch offiziell direkt abgestiegen, der Relegationsplatz liegt außer Reichweite. Aber kampflos ergeben haben sich die VTV nicht, kämpften bis zum letzten Atemzug um ihre Minimal-Chance. So war Mundenheims Patrick Horlacher doch recht zufrieden, während Balingen-Weilstettens André Doster ein wenig grantelte.

SV Zweibrücken – TVG Großsachsen 28:28 (12:14)

Das sechste Unentschieden der Westpfälzer sieht mancher beim SVZ als Beleg, doch in dieser Liga konkurrenzfähig zu sein. Die Tabelle spricht dem Schlusslicht ein anderes Zeugnis aus. Beide Seiten trauerten der einen oder anderen liegengelassenen Chance nach, die ihrer Meinung nach den Sieg hätte ermöglichen können.

HC Oppenweiler/Backnang – HG Oftersheim/Schwetzingen 27:27 (12:14)

Im sogar siebten Remis des HC spiegelt sich die ganze Ausgeglichenheit des Mittelfeldes dieser Spielklasse wider. Beide Seiten hatten so ihre Hoch- und Tiefphasen. Letztlich vermochten beide Seiten damit zu leben. Einzig eine im Krankenhaus zu behandelnde Handverletzung (selbstverursacht im Kampf um den Ball) von Oftersheim/Schwetzingens Daniel Hideg trübte minimal die Stimmung

TuS Fürstenfeldbruck – SG Köndringen/Teningen 31:34 (13:16)

Die SG bleibt weiter ohne Niederlage, der TuS nahm es gelassen, feierte nach kurzer Besinnung sein Abschiedsfest. Der Hausherr lag schon mit sieben Toren im Rückstand, kämpfte sich aber noch einmal auf 30:32 heran. Köndringen/Teningen war aber gegen Ende den Tick abgezockter, den es braucht, um so ein Spiel in hitziger Atmosphäre einzutüten.

VfL Pfullingen – SG Pforzheim/Eutingen 30:23 (18:10)

Es bedurfte eines Abstiegskandidaten, dass der VfL nach sechs Heimspielen ohne Sieg wieder doppelt punktete. Dass dies sein unbedingter Wille war, wurde früh deutlich. Für die SG hat das Ergebnis dieser Partie nun keine weitere Auswirkung. Sie hofft jetzt auf die Relegation.