Zum vorletzten Spieltag in der Südstaffel der 3. Handball-Liga fährt die HG Oftersheim/Schwetzingen noch einmal ins nördliche Württemberg. Beim HC Oppenweiler/Backnang steigt das einzige typische „Mittelfeldduell“ von diesem Wochenende.

Zwischen Platz 3, den derzeit der TVG Großsachsen (33 Punkte) einnimmt, und dem 12. Rang mit dem TV Hochdorf (26) ist alles noch eng gedrängt, ständige Verschiebungen sind deshalb Normalität. Eng gedrängt ist auch die punktgleiche Doppelspitze Nußloch und Horkheim, die im Fernduell um die Meisterschaft ringen – mit Vorteil SGN im direkten Vergleich

Die Beziehungen zwischen den HG Stammvereinen TSV Oftersheim und TV Schwetzingen und seinem Gastgeber reichen weit zurück. So kramte Alexander Hornauer, medialer Betreuer des TV Oppenweiler, ein Schmankerl aus den 80er Jahren aus seinem Archiv hervor. Vor fast genau 30 Jahren, am 14. März 1987 warf der TVO (damals Dritter der Regionalliga) den Zweitligisten TSV (wurde dann Achter am Saisonende) mit 18:13 (12:4) in der ersten Hauptrunde aus dem DHB-Pokal. Und um den Einzug in diesen Wettbewerb könnte es auch im aktuellen Spiel gehen. Beide Teams haben noch die Chance die Qualifikation zu diesem Wettbewerb zu erreichen.

Dies ist aber nicht das vorrangige Ziel der HGler. „Wir wollen noch einmal richtig Gas geben, uns gut verkaufen und die von uns angestrebte 30 Punkte-Marke knacken“, hofft Topwerfer Daniel Hideg. Davon sind die Kurpfälzer nur noch einen Zähler entfernt. Der HC O/B hat sich inzwischen Ähnliches als Vorgabe gesetzt. Ihm fehlen aber noch deren zwei. Die sollten eigentlich schon letzte Woche eingefahren werden. Doch das Heimspiel gegen Köndringen/Teningen endete mit 35:41 absolut nicht wie erwartet und erhofft. Jetzt dürfte wohl die berühmte „Wiedergutmachung“ anstehen, um des Publikums Seele zu besänftigen.

Darauf sei man beim Gast aber gut eingestellt, heißt es aus dem Trainingsbetrieb, der diese Woche etwas besser als in der Vergangenheit läuft. Dafür werden zum Spiel (aus privaten Gründen) Kevin Körner und Alexander Sauer fehlen. Unabhängig davon meint Coach Martin Schnetz: „Die Lage des HC interessiert uns nicht sonderlich. Wir schauen auf uns, verfolgen unsere Ziele, wollen noch einmal eine Auswärtsrückfahrt genießen.“ Aufgrund der personellen Situation ist ihm auch klar, „dass dies kein einfaches Unterfangen wird“. mj