Mit einem klaren 31:24 (14:12)-Erfolg über den TuS Fürstenfeldbruck ist die HG Oftersheim/Schwetzingen ihrem Ziel, der 30-Punktemarke in der 3. Handball-Liga, ein gewaltiges Stück näher gekommen.

"Wir haben die ganze Woche daran gearbeitet, Spannung und Stimmung für dieses eher bedeutlungslose Spiel aufzubauen", meinte Trainer Martin Schnetz noch einmal zur Ausgangsituation. Das ist ihm wohl gelungen, auch wenn der Auftakt in die Partie etwas holprig geriet. Für Stimmung sorgten gleich mal die Unparteiischen, die mit Fehlscheidungen nach Ansicht des Schwetzinger Publikums für die nötige Betriebstemperatur sorgten. Nicht viel besser präsentierten sich zunächst allerdings die Hausherren in ihrem Angriffsverhalten. "Wir boten eine vernünftige Abwehr in der ersten Halbzeit", urteilte Schnetz. "Aber unsere zehn technischen Fehler bis zur Pause verhinderten, dass wir uns mehr absetzten." Diese Serie unerklärlicher Misslichkeiten (in unbedrängten Situationen) hielt die Bayern im Spiel, weniger als ihr eigener Auftritt. Nach dem 9:10 war dann aber eine Formation gefunden, die die Missgeschicke fast auf Null reduzierte und Stück für Stück davonzog - bis hin zum 30:21 von Thorsten Micke. "Wir haben dann flüssiger kombiniert", empfand auch Schnetz.

Schnetz began auf Grund der Trainingsbeteiligung unter der Woche mit Daniel Hideg, Kevin Körner und Lukas Sauer im Rückraum. Körner erhielt für seine Darbietung vom Coach auch Sonderlob: "Kevin bot heute durchgehend über 60 Minuten eine hervorragende Leistung, hat vorne wie hinten keine Fehler gemacht."

Ziemlich enttäuscht und kurz angebunden hingegen TuS-Trainer Martin Wild: "Wir haben es nicht geschafft, Stimmung und Spannung aufzubauen. Die HG hat ein vernünftiges Spiel gemacht, wir nicht, und dafür hat Oftersheim/Schwetzingen verdient gewonnen."

HG: Unser, Gabel; Meeserschmidt (1), Rudolf, Förch (2), Gartner (1), L. Sauer (2), Krämer (1), Lahme, Mehl (4), A. Sauer (12/7), Micke (5), Körner (1), Hideg (2).