HG geht 24:34 (16:17) bei TGS Pforzheim unter

Verschuldet durch einen katastrophalen Fehlstart in die zweite Halbzeit, verloren die Dritt-Liga-Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen bei der TGS Pforzheim mit 24:34 (15:16). Der Gastgeber, der vor der Partie bekannt gegebenen hatte seine Aufstiegsambitionen nicht weiter verfolgen zu wollen, war "uns zu diesem Zeitpunkt in allen Belangen überlegen“, bekannte Trainer Martin Schnetz frustriert.

Von der ersten Sekunde nach dem Seitenwechsel an bewegten sich seine Männer gelinde gesagt umständlich, schuckten Pforzheims Keeper Sdunek die Bälle meist recht harmlos zu. Auch HG-Torjäger Daniel Hideg gestand reumütig ein: „Da haben wir echt viel verworfen, uns vorne wie hinten nicht clever angestellt.“ Er sollte allerdings bis zur 53. Minute der einzige bleiben, der für den Gast überhaupt das Wurfgerät in die Maschen brachte. Doch zunächst musste Schnetz einen Fehlwurf nach dem anderen seiner Leute mitansehen (über 20 sollten es in diesem Durchgang werden), auch seine frühe Auszeit (23:16) half nicht wesentlich. "Dieser Rückstand war schon entscheidend", merkte auch Co-Trainer Frederik Fehrenbach an. 

Dann fanden wie erwähnt Hidegs Würfe öfter den Weg zum Tor. Er schickte etliche Bälle mit seinem Autogramm ins Netz. Seine sieben Treffer in Folge sorgten dafür, dass die Differenz bis kurz vor Schluss konstant blieb (22:28). Aber das war's dann auch schon. Die Defensive blieb vieles schuldig, Balleroberungen waren Fehlanzeige. Als die HG mit siebtem Feldspieler alles auf eine Karte setzte, veranstalteten die Pforzheimer ein wahres Scheibenschießen auf den leeren HG-Kasten, trafen dabei zwar nur zweimal, aber diese Begegnung war für die Kurpfälzer gelaufen.

All dies hatte sich zuvor in keinster Weise angedeutet. Kevin Körner fing da an, wo er im letzten Spiel aufgehört hatte, markierte das 0:1. Danach trugen viele Bälle die Handschrift von Lino Messerschmidt, als sie einschlugen. Er wurde fünfmal wechselseitig bei Zweiter Welle, Schneller Mitte oder aus dem Positionsangriff gesucht und gefunden. "In der ersten Halbzeit spielten wir vorne noch vernünftig", meinte Schnetz. Doch die Deckungsarbeit war den HG-Trainern schon da ein Dorn im Auge. "Das hatten wir angesprochen, wir hatten die Mittel dagegen." Aber diese wurden nicht eingesetzt. Torwart Daniel Unser verhinderte mit seinen zehn Paraden bis zur Pause Schlimmeres. Felip Soteras Merz von hinten (8) Marco Kikillus auf Rechtsaußen (8) aber auch Evgeni Prasolov oder Nils Boschen vom Kreis (je 5) schraubten ihre Wurfbilanz aber dennoch stetig nach oben.

Dannach folgte der Untergang. "Wir hatten komplett abgeschaltet", brachte es Schnetz auf den Punkt. "Pforzheim war uns im Eins-gegen-Eins hoch überlegen. unsere Abwehr war nicht drittligawürdig." Sein Team sei zwar nicht mit der Gewissheit an den Schwarzwaldrand gekommen, hier sicher zu siegen. Aber etwas länger sollte die Partie doch schon offengehalten werden.

HG: Unser, Gabel; Messerschmidgt (5), Rudolf (1), Förch (2), Gaertner, L. Sauer, Krämer (1), Mehl, A. Sauer (3), Micke, Körner (1), Hideg (11).