Nicht nur Torjäger Hideg ist leicht optimistisch

Zum zweiten Mal in dieser Saison tritt die erste Mannschaft der HG Oftersheim/Schwetzingen, die Dritt-Liga-Formation, in der 2000 Zuschauer fassenden Pforzheimer Bertha-Benz-Halle an (Samstag, 19 Uhr). Auch etlichen anderen Teams der Spielgemeinschaft wurde das Vergnügen zuteil, in diesem Handball-Tempel auflaufen zu dürfen.

Voll werden dürfte er wohl nicht, das gelang nur annähernd bei den Stadtderbys mit der SG Pforzheim/Eutingen. Und dies dürfte mehrere Gründe haben. Zum einen schwächelt der vormalige (ausfallbedingt) Spitzenreiter, der einen Lizenzantrag für die 2. Bundesliga eingereicht hat, nach dem letzten gemeindeinternen Duell (kein Sieg seither). Die Aufstiegshoffnungen dürften auf ein Minimum geschwunden sein. Ist da bei einem angeschlagenen Hausherren etwas für den Aufsteiger zu holen?

Für HG-Torjäger Daniel Hideg steht fest: „Das wird gegen die Pforzheimer nicht einfacher als gegen Köndringen/Teningen daheim, obwohl sie uns im Heimspiel von ihrer Anlage her sehr gut gelegen sind.“ „Ich erwarte, dass wir an unsere gezeigte Leistung aus dem Heimspiel gegen Köndringen/Teningen anknüpfen. Wir hatten diesmal dabei keinen Bruch nach 45 Minuten im Spiel und war in der Lage, somit die Partie ausgeglichen zu gestalten“, blickte der diese Woche diensthabende Trainer Frederik Fehrenbach zurück und voraus: „Es wurde in unser Nachbetrachtung zur Begegnung aber auch ganz klar unsere Chancenverwertung angesprochen. Diese müssen wir gegen die TGS auf jeden Fall weiter verbessern, um dort etwas zu holen. Wir fahren als klarer Außenseiter nach Pforzheim, haben aber auch im Hinterkopf, dass wir gegen ‚schwächelnde‘ Spitzenmannschaften bestehen und schon etwas geholt haben.“ Allerdings gelang diese der HG in der Regel vor heimischem Publikum.

Allerdings wird die TGS nach ihren letzten Auftritt auf Wiedergutmachung aus sein, vermutet Fehrenbach, wohl auch wegen der letzten deutlichen Niederlage (24:35 in Großsachsen unterlegen). Aber Pforzheim habe mit Florian Taafel, Marco Kikillus und Nils Boschen Akteure auf dem Feld, die ein Spiel allein entscheiden können, weiß Fehrenbach aus seinen vielfältigen Beobachtungen. Der zuletzt fehlende Lukas Gartner dürfte wieder mit dabei sein. Nur Adrian Fritsch ist noch lange Zeit weiterhin zum Zuschauen verurteilt. Bei der von Ausfällen geplagten TGS kehren allerdings zunehmend Spieler zurück. Es geht dort auch ums Ansehen vor Ort, harter Widerstand dürfte zu erwarten sein.