Oftersheim/Schwetzingen hat für das Gastspiel bei der SG Kronau/Östringen II neue Varianten einstudiert

Die Ausgangssituation vor dem nächsten Handball-Lokalduell ist für die HG Oftersheim/Schwetzingen ähnlich wie vor dem Spiel in Großsachsen. Der Aufsteiger trifft mit der SG Kronau/Östringen II auf ein Team, welches schon länger Drittliga-Erfahrung sammeln durfte. Doch das darf nicht interessieren, Punkte wären für Oftersheim/Schwetzingen langsam wieder wünschenswert. Denn es folgen mit Horkheim und Nußloch zwei Topteams der Spielklasse als darauffolgende Kontrahenten. Weitere Nullnummern sind da wohl nicht gänzlich auszuschließen.

Der Gastgeber - mit vier, allerdings meist knappen Niederlagen gestartet - hat sich jetzt gegen Hochdorf etwas freigeschwommen. Und dass Spiele der zweiten Mannschaft der "Rhein-Neckar-Löwen" schlecht besucht sind, gehört wohl auch der Vergangenheit an. 350 Besucher wollten das Match gegen den TV Hochdorf letzte Woche sehen. Für Stimmung sollte also gesorgt sein.

Viele Verbindungen

Im Gegensatz zum TV Großsachsen, mit dem kein HG-Spieler eine gemeinsame Historie aufweist, aber umgekehrt etliche HGler für den TVG aktiv sind, ist es mit der SG genau andersherum. Stellvertretend für die vielen HG-Akteure mit einer Kronau/Östringer Vergangenheit, sollte Kai Rudolf seine Stimmungslage zum Ausdruck bringen. Sein emotionaler Ausbruch trifft aber wohl eher nur auf ihn und bedingt Torhüter und Kapitän Daniel Unser zu: "Ich freue mich darauf, dort zu beweisen, dass auch die ältere Generation schnellen Handball spielen kann." Auch andere Ex-SGler dürften ihre jeweiligen persönlichen Ambitionen an ihrer früheren Wirkungsstätte bei dieser Partie hegen.

Doch um Erfolg zu haben, muss sich im HG-Spiel einiges im Vergleich zur Vorwoche ändern. Unser und teilweise Marius Gabel bekamen in Großsachsen (und nicht nur in dieser Partie) erschreckend viele Abpraller eingeschenkt. Das machte schon mehr als einmal theoretisch den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus. Eigene Nachwürfe kommen hingegen eher selten vor, um nur eine Schwachstelle anzusprechen.

HG-Trainer Martin Schnetz versprach für den anstehenden Auftritt bei Kronau/Östringen II, "eine andere Mannschaft ins Rennen" zu schicken. Dies meinte er weniger in personeller Hinsicht. Mit anderem Gesicht solle sie auftreten. Er und sein "Co" Frederik Fehrenbach hatten vier Trainingseinheiten, dieses Unterfangen zu bewältigen. Kiebitze verrieten, dass dabei einige neue Varianten für vorne wie hinten einstudiert worden sind. Mal abwarten, was davon präsentiert wird und was am Ende hilft. mj

© Schwetzinger Zeitung, Freitag, 14.10.2016