Mit der Handball-Partie beim TVG Großsachsen steht Drittligist HG Oftersheim/Schwetzingen der nächste innernordbadische Vergleich bevor.

Ein weitere folgt quasi auf dem Fuß. Am Wochenende darauf geht es zur SG Kronau/Östringen II.

Die HG, derzeit Achter im breiten Mittelfeld gemeinsam mit vier anderen Teams, liegt noch im normalen Spielplanrhythmus. Der TVG indes – ebenfalls mit ausgeglichenem Punktekonto – hat wegen einer vorgezogenen Partie bereits fünf Mal auf der Platte gestanden. Insofern sind die Vorrausetzungen vergleichbar. Doch Großsachsen hat schon ein paar Jahre länger auf dieser Spielebene Erfahrungen gesammelt, gehört der 3. Liga 2010/11 an und nun seit 2012 ununterbrochen. Und genau in diesem Jahr der Abstinenz von der TVG-Drittklassigkeit, fanden in der Oberliga die beiden einzigen Rundentreffen der letzten Dekaden mit der HG statt, die allerdings die Bergsträßer gewannen (33:31/27:22).

Doch die Historie – auch die jüngere Vergangenheit – schert beim Gast niemand. „Das Team freut sich auf das Derby. Wir Trainer und die beiden Mannschaften kennen uns durch diverse Vorbereitungsspiele und Turniere recht gut. Allerdings zählt die Tatsache, dass wir da den einen oder anderen Erfolg feiern durften nicht“, ordnet Coach Martin Schnetz den bevorstehenden Vergleich ein.

„Ich denke Großsachsen, verfügt über eine hervorragende, erfahrene ‚starting six‘ mit einem dominanten Rückraum. Spielmacher Jonas Gunst setzt die torgefährlichen Philipp Schulz und Jan Triebskorn perfekt in Szene – dagegen müssen wir ein Mittel finden und dürfen dabei nicht zu passiv agieren“, gibt Schnetz einen ungefähren Aktionsplan vor. Dabei kann er personell wieder aus dem Vollen schöpfen. Die Physiotherapeutisch-medizinische Abteilung um Sandra Daub und Dr. Martin Schmitt (der sportliche Leiter der HG hat eine langjährige Großsachsener Vergangenheit als Kreisläufer) hat über das spielfreie letzte Wochenende hervorragende Arbeit geleistet. So prophezeit HG-Bankverwalter Schnetz: „Bei der Breite des Kaders könnten wir einen kleinen Pluspunkt gegenüber ‚Saase‘ haben.“ Er sieht aber auch: „Um dort zu punkten, muss bei uns allerdings nahezu alles stimmen. Das Team arbeitet eifrig daraufhin – wir müssen über 60 Minuten konstant gut spielen. Wenn uns das gelingt, sind wir nicht ganz chancenlos.“

Noch einmal zurück zu Triebskorn. Der Ex-HGler aus Schwetzingen fühlt sich in seinem zweiten Jahr an der Bergstraße scheinbar pudelwohl. Mit 28 Treffern rangiert er ein Tor vor dem Neu-Schwetzinger Simon Förch von Oftersheim/Schwetzingen innerhalb der Top Ten der Torschützen – bei wie erwähnt einer absolvierten Partie mehr. Ein anderer Wechsler von der zum TVG, der Oftersheimer Marius Jörres, hat sich ebenfalls in einem Ranking recht hoch festgebissen, allerdings in der Zeitstrafenauflistung. mj

TVG Großsachsen – HG Oftersheim/Schwetzingen (Samstag, 20 Uhr, Sachsenhalle)